Kempen: Lagerhalle brennt nieder
VON CHRISTIAN HEIDRICH - zuletzt aktualisiert: 04.09.2010Kempen (RPO). Bei einem Großfeuer in St. Peter wurde am frühen Freitagmorgen ein Flügel eines Vierkanthofes ein Raub der Flammen. Menschen kamen bei dem Feuer nicht zu schaden. Die Brandursache ist noch unbekannt.
stadt Kempen Johannes Dicks, Sprecher der Feuerwehr Kempen, gehört dem Löschzug St. Hubert an. Als gestern früh um 2.38 Uhr die Piepser ihn und seine Kameraden zum Feuerwehrhaus in St. Hubert riefen, bedurfte es von der Kreisleitstelle der Feuerwehr in Viesen keiner weiteren Wegbeschreibungen zum Brandort mehr. "Wir fahren auf Sicht, haben wir gesagt, so weit war der Feuerschein zu sehen", berichtete Dicks gestern.
Feuerschein war weit zu sehen
Etwa Luftlinie vier Kilometer vom St. Huberter Feuerwehrhaus entfernt brannte in St. Peter im Kempener Süden ein Flügel eines typischen niederrheinischen Vierkanthofs. Die Flammen schlugen bereits aus dem Dachstuhl, als die Einsatzkräfte der Löschzüge Kempen, St. Hubert, Schmalbroich und Unterweiden eintrafen. Unterstützung erhielten sie von den Löschzügen aus St.Tönis und Vorst. Einer der Bewohner des Hofes hatte die Feuerwehr alarmiert, Brandgeräusche hatten ihn geweckt. "Teile des Dachstuhls waren eingefallen, das hatte er gehört", sagte Dicks. Zu diesem Zeitpunkt müsse es in der Halle schon länger gebrannt haben.
Polizei ermittelt
Brandursache Nach Polizeiangaben liegen zur Brandursache noch keine Erkenntnisse vor. Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt.
Schadenshöhe Zur Schadenshöhe machten Polizei und Feuerwehr keine Angaben.
Brandwache Gestern um 8.30 Uhr rückten die ersten Einsatzkräfte ab. Bis gegen Abend blieb eine Brandwache der Feuerwehr an der Einsatzstelle.
Nach Angaben der Polizei wurden sämtliche Bewohner des Hofes geweckt, nachdem die Feuerwehr alarmiert worden war. Die anliegenden Wohnungen wurden vorsorglich geräumt. Menschen wurden bei dem Feuer nicht verletzt.
Gasflaschen explodierten
Am Brandort stellte die Feuerwehr fest, dass ein Dachdeckerbetrieb die nach Schätzungen der Feuerwehr etwa 40 mal 15 Meter große Halle nutzte. Im Inneren standen unter anderem Fahrzeuge und Geräte, die ein Dachdeckerbetrieb braucht, sowie Isoliermaterial aus Glaswolle und Styropor. Dieser Kunststoff und mit Bitumenbahnen beladene Paletten hätten dem Feuer, das aus bislang unbekannter Ursache ausgebrochen war, reichlich Nahrung gegeben, sagte Dicks. Während der Löscharbeiten seien zwei in der Halle gelagerte Gasflaschen explodiert, teilte die Polizei weiter mit.
Zunächst konzentrierten sich die Einsatzkräfte darauf, ein Übergreifen der Flammen auf das fest angrenzende Wohnhaus zu verhindern. Das gelang, obwohl das Feuer Teile des Dachstuhls in Mitleidenschaft zog. Erst danach begannen die eigentlichen Löscharbeiten in dem Flügel des Backsteingebäudes.
Über eine nach Angaben von Johannes Dicks etwa 500 Meter lange Schlauchleitung mussten die Feuerwehrleute Löschwasser zum Brandort pumpen, um dort genügend Wasser zur Verfügung zu haben. Auch Löschschaum brachten sie in den Einsatz. Denn brennende Dachstuhlteile waren heruntergefallen und hatten einige Traktorenreifen, die an das brennende Gebäude gelehnt waren, entzündet. Erst am Morgen hatte die Feuerwehr, die auch von den beiden Drehleitern der Löschzüge Kempen und St. Tönis aus das Feuer bekämpfte, den Brand unter Kontrolle. Frage des Tages
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