Kreis Viersen: Land unter im Kreisgebiet
zuletzt aktualisiert: 29.05.2008 - 15:43Um 11.11 Uhr ging es los: Mehr als 500 Anrufe gingen seitdem allein auf der Leitstelle der Kreispolizei ein, weil irgendwo ein Keller voll gelaufen, Gullydeckel durch zurückströmendes Regenwasser herausgedrückt worden waren, Alarmanlagen durch Wind oder Regen reagierten oder Straßen und Kreuzungen unter Wasser standen und nicht mehr passierbar waren.
Das Unwetter zog sich vom Süden des Kreises über Viersen, Vorst/Anrath und Grefrath-Oedt bis Kempen. Da die Notrufleitungen der Feuerwehr überlastet waren, registrierte die Polizei die bei ihr eingehenden Notrufe und leitete die Anliegen der Bürger an die Feuerwehr weiter.
Aufgrund der Vielzahl der Anrufe wurden von der Polizeileitstelle 'Wasserstandsmeldungen' abgefragt, um dadurch eine Priorität bei der Einsatzvergabe vornehmen zu können. Auch Polizeidienstgebäude blieben nicht verschont: Die Wache Kempen meldete einen halben Meter Wasser im Keller; auch in Viersen griffen die Beamten zu Abzieher und Aufnehmer, um im Keller Schäden durch eindringendes Regenwasser zu verhindern.
In Viersen mussten entlang der Freiheitsstraße vorübergehend Kreuzungen wegen Überflutung gesperrt werden. Die B 509 ist/war zwischen Kempen und Grefrath-Mülhausen ebenfalls nicht mehr befahrbar. Die Polizei sperrte die Straße und leitete den Verkehr ab. Zurzeit sind die Löschzüge im Kreis noch damit beschäftigt, die Liste der voll gelaufenen Keller abzuarbeiten und die bis zu einem Meter hoch stehenden Wassermassen nach und nach abzupumpen. Eine abschließende Bilanz wird heute kaum zu ziehen sein.
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