Gemeinde Grefrath: Liebfrauenschule und GHS Grefrath
zuletzt aktualisiert: 27.01.2011Gemeinde Grefrath (RPO). Was bieten weiterführende Schulen? Die Rheinische Post stellt vor den Anmeldeterminen alle im Ostkreis Viersen in Porträts vor. Heute die Liebfrauenschule Mülhausen und die Gemeinschaftshauptschule, beide in Grefrath.
Ohne Sitzenbleiben
Alle Schüler will das Gymnasium "unterstützend fördern". Das zeigt sich etwa in der Unterscheidung zwischen "Billy-Klassen", in denen verstärkt Englisch unterrichtet wird, und "Natwi-Klassen", in denen Naturwissenschaften den Schwerpunkt bilden. "Das Lernen ist relativ behütet", sagt Josten. "So können wir uns sowohl um hochbegabte Kinder als auch um andere mit einem besonderen Förderungsbedarf kümmern." Neben dem Lehr- und Betreuungspersonal, dem auch eine Ordensschwester angehört, beschäftigt die Schule stundenweise Sozialpädagogen. Im neuen Schuljahr bietet das Gymnasium Ganztagsunterricht mit einem so genannten "Förderpalast" an, in dem es nachmittags Zusatzangebote gibt. Sitzenbleiben und Hausaufgaben sollen der Vergangenheit angehören.
Liebfrauenschule Mülhausen
Schüler: 1232, Lehrer: 80, Schulträger: Kongregation der Schwestern unserer Lieben Frau Mülhausen, Bistum Aachen, Adresse: Hauptstraße 87, 47929 Grefrath, Telefon: 02158 917200, Internet: www.lfsm.de; Tag der offenen Tür: Samstag, 29. Januar ab 10 Uhr; Anmeldezeiten: Freitag, 11. Februar, 14 bis 18 Uhr, Montag, 14. Februar, 11 bis 18 Uhr (Versetzungszeugnis von 3. in die 4. Klasse, Halbjahreszeugnis 4. Klasse, Stammbuch oder Geburtsurkunde, Empfehlung und Anmeldekarte der Grundschule sind mitzubringen).
Gemeinschaftshauptschule (GHS) Grefrath
Schüler: 240, Lehrer: 20, plus eine Sozialpädagogin, Schulträger: Stadt Grefrath, Adresse Burgweg 32, 47929 Grefrath, Telefon: 02158 4080762, Internet: www.ghs-grefrath.de (Homepage des Fördervereins); Anmeldezeiten: Montag, 7. Februar bis Mittwoch, 9. Februar jeweils 9 bis 13 und 16 bis 19 Uhr.
Der Schulalltag beginnt mit einem Morgengebet, die Lerninhalte unterscheiden sich zunächst wenig von denen anderer Schulen – in der Oberstufe wird es dafür allerdings schon hochwissenschaftlich, denn die Liebfrauenschule kooperiert mit verschiedenen Hochschulen (u.a. Niederrhein, Mönchengladbach, Venlo) und hat so eine "academy for junior managers" gegründet. "Zusätzlich zum normalen Unterricht bereiten sich die Schüler auf ihre Studien- und Berufswahl vor. Das wird von unserer Schule zertifiziert und von der Internationalen Handelskammer bescheinigt. Das ist ein wahnsinniges Plus auf dem Arbeitsmarkt", sagt Josten.
Mit rund 240 Schülern ist die Gemeinschaftshauptschule (GHS) Grefrath eher eine relativ kleine Einrichtung – doch genau darin liegt eine Stärke der Schule. "Kleine Klassen sorgen für eine familiäre Atmosphäre und ein gutes Schulklima", sagt Rektorin Helmi Röhrig.Und die Familienatmosphäre geht über den Unterricht hinaus, denn in der Übermittagsbetreuung an drei Tagen pro Woche haben die Schüler die Möglichkeit, in der Gemeinschaft eine warme Mahlzeit in der modernen Caféteria einzunehmen. Im vor rund einem Jahr geschaffenem Ruhe- und Entspannungsraum können die Jugendlichen weiter die Gemeinschaft genießen, zudem sorgen etliche sportliche Angebote für soziale Kontakte. Die GHS liegt immerhin im Schulzentrum mit zwei Turnhallen, einem Sportplatz und einem Schwimmbad direkt am Eisstadion.
Nach Möglichkeit soll es bald noch mehr Gemeinschaft in Grefrath geben, denn die GHS könnte zur Verbundschule werden – sofern die Anmeldungen für den Haupt- und den dann zu gründenden Realschulzweig stimmen. Das ist der einzige Vorbehalt, den die Bezirksregierung bei der Genehmigung des Projektes hatte, hinter dem Politik und Verwaltung in Grefrath geschlossen stehen. In der Verbundschule würden die Vorteile des einen Zweiges dem anderen zugute kommen, ein Kollegium, eine Elternpflegschaft und eine Schulkonferenz unter einem Dach eines "stabilen Lerntempels" firmieren.
Dessen Säulen wiederum gliedern sich in den Unterricht nach den Lehrplänen der Haupt- und Realschule, einer individuellen Förderung, sozialem Lernen, der Öffnung von Schule und der Berufsorientierung. Für letzteres gibt es in der GHS ein hauseigenes Büro mit festen Sprechstunden, sowie eine externe Berufsbegleitung. Darüber hinaus pflegt die Schule Kontakte zur regionalen Wirtschaft und zum Handwerk, für die Jahrgangsstufen 9 und 10 gibt es dreiwöchige Betriebspraktika. Für die Schüler der Klasse 10a wird ab Februar zudem wöchentlich ein Praktikumstag angeboten. Die GHS firmiert unter dem Titel "Startklar-Schule", da sie ihre Jugendlichen gezielt auf die Ausbildung vorbereitet.
Im Kolpingwerk hat die Schule einen berufsvorbereitenden Kooperationspartner, mit dem Valuas-College in Venlo unterhält sie eine Partnerschaft mit Austauschmöglichkeiten. Der Kioskverkauf wird von einer Schülerfirma betrieben – sicher in familiärer Atmosphäre.
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