Kempen: Markt soll den Umsatz ankurbeln
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 08.10.2007Kempen (RPO). Der historische Handwerkermarkt lockt wieder in die Kempener Altstadt – am Wochenende, 13./14. Oktober, jeweils von 11 bis 19.30 Uhr. „Ein unverzichtbarer und hervorragender Termin für die Einzelhändler“, weiß Werberingvorsitzender Reinhard Stein aus der Erfahrung vergangener Jahre. Die Geschäftskleute freuen sich über gute Umsätze an beiden Tagen des Handwerkermarktes. Erneut öffnen die Geschäfte zusätzlich am Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr ihre Türen. Viele halten dann besondere Angebote bereit.
Gaukler und Bänkelsänger
Rund 45 Kunsthandwerker werden auf dem Buttermarkt und den angrenzenden Straßen ihre teilweise schon fast vergessenen Künste zeigen. Dabei sind zum Beispiel der Schmied mit seiner rauchenden Esse, ein Spezialist für Tabakpfeifenherstellung und ein Scherenschleifer. Ein Glasbläser zeigt seine heiße Kunst, und man kann einer Korbflechterin über die Schulter schauen. Drechsler und Holzbildhauer führen vor, wie viele verschiedene Sachen sich aus dem Naturmaterial herstellen lassen.
Und weil der Handwerkermarkt an historische Vorbilder vergangener Jahrhunderte erinnern soll, sind am Wochenende auch Gaukler und Bänkelsänger dabei. Ganz bewusst, so Stein, verzichtet der Werbering auf ein Bühnenprogramm und setzt stattdessen auf Gaukler und Sänger, die sich unter das Publikum mischen. In Kempen bereits bestens bekannt ist Tamino. Er verzaubert Feuerzeuge, jongliert mit allem, was ihm in die Finger kommt, und hat überdies noch eine reiche Auswahl an Musikinstrumenten dabei. Verstärkung bekommt er am Sonntag vom Duo Disciscimus Vogelfrey. Pinto und Mirjam spielen mit Violine, Laute und Blasinstrumenten fröhliches und lästerliches Liedgut aus mehreren Jahrhunderten. Erneut ist eine historische Postkutsche unterwegs. Sie erweist sich stets als Publikumsmagnet, freut sich Reinhard Stein. Knapp 20 Menschen passen in das Gefährt, das mit gemächlichen drei Pferdestärken seine Runden durch die Altstadt dreht.
Drei Pferdestärken und mehr an Zugewinn würde sich auch der Kempener Einzelhandel wünschen, so Stein. Denn noch komme von der guten Konjunktur wenig bei den Händlern an. „Bislang merken wir wenig davon. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer beutelt die Umsätze immer noch sehr“, klagt der Werberingvorsitzende. Und was wünscht er sich für den Handwerkermarkt? „Gutes Wetter!“
Infos zum Markt unter www.werbering-kempen.de Zusätzliche Parkflächen sind im Schulzentrum und auf dem Viehmarkt ausgewiesen.
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