Kempen: Mathe-Könner in St. Hubert
VON SEBASTIAN DALKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 06.02.2010Kempen (RPO). Gestern kamen die besten Mathe-Asse aus den vierten Klassen des Kreises Viersen in der Grundschule St. Hubert zusammen. In der zweiten Runde des landesweiten Mathematikwettbewerbs ging es um den Einzug ins Finale.
St. Hubert Nicht gerecht, aber praktisch gedacht: Weil Niklas Franken zu spät zur zweiten Runde des Mathematikwettbewerbs in der Grundschule St. Hubert kommt, darf er dort sitzen, wo eigentlich die Lehrerin sitzt: auf dem großen Stuhl mit der gepolsterten Sitzfläche. Weil nur noch dort Platz ist. Die anderen Kinder haben bereits Platz genommen und warten darauf, dass Lehrerin Susanne Karpe von der Katholischen Grundschule Kaldenkirchen die Zettel mit den Aufgaben verteilt. Niklas nimmt Platz und wenige Minuten später brüten die Kinder über ihren Aufgaben. Nur das Schaben von Bleistiften auf Papier und gelegentliches Husten sind noch zu hören.
Der Wettbewerb
Entstehung Den landesweiten Mathematikwettbewerb gibt es seit 1998.
Verantwortlich Er wird von einer Dortmunder Grundschule im Auftrag des Ministeriums für Schule und Weiterbildung organisiert.
Teilnehmer Im vergangenen Schuljahr nahmen rund 46 000 Kinder aus ganz NRW an dem Wettbewerb teil.
Wettbewerb findet jährlich statt
159 Kinder, überwiegend Viertklässler, sind an diesem Freitagnachmittag in der Grundschule St. Hubert zusammengekommen, um die zweite Runde des landesweiten Mathematik-Wettbewerbs der Grundschulen auszutragen. Sabine Schöpgens, Lehrerin an der Schule, organisiert die Veranstaltung, aber auch andere Schulen helfen bei der Aufsicht und den Korrekturen. Der landesweite Mathematikwettbewerb findet jährlich statt und ist auf Viertklässler ausgelegt. Jüngere Schüler dürfen auch teilnehmen, allerdings unter denselben Bedingungen. Die erste Runde läuft an den einzelnen Schulen, in der zweiten Runde treffen sich die besten Schüler der Region, also alle, die mindestens acht Punkte erreicht haben. Die dritte Runde ist im April. Die Landesbesten werden vor den Sommerferien in Dortmund geehrt. Ziel des Wettbewerbs ist es laut Homepage, Freude und Interesse am Fach Mathematik zu wecken und interessierte und begabte Schüler zu finden.
An diesem Freitagnachmittag sollen die Schüler fünf Aufgaben lösen, meist Textaufgaben und Geometrie. Details dürfen nicht verraten werden, weil die zweite Runde in anderen Regionen noch läuft. Sabine Schöpgens erklärt die Idee hinter den Aufgaben: "Es geht nicht bloß darum, die richtige Lösung zu finden, sondern auch darum, Lösungsstrategien zu entwickeln." Für den richtigen Lösungsweg gibt es also genauso Punkte wie für die richtige Lösung. "Mathematikunterricht ist heute deutlich vielseitiger", sagt Schöpgens.
Welche Punktzahl für die dritte Runde reicht, ist noch nicht klar. Die legt die Koordinationsstelle in Dortmund erst nach Sichtung aller Klausuren fest, damit nicht zu viele oder zu wenige Kinder in die nächste Runde kommen. "Fünf bis sechs werden es wohl in die nächste Runde schaffen", sagt Monika Böttges, Leiterin der Grundschule St. Hubert.
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