Gemeinde Grefrath: Museum bekommt Pädagogik
VON LUDGER PETERS - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010Gemeinde Grefrath (RPO). Der Kreis lässt für das Niederrheinische Freilichtmuseum ein museumspädagogisches Konzept erarbeiten. Architekten sollen im Wettbewerb ein Eingangsgebäude entwerfen. Ermutigende Gespräche gibt es mit dem LVR.
Sponsoring
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Mars Chocolate Viersen steht in Gesprächen über ein nachhaltiges Sponsoring-Konzept.
Das defizitäre Niederrheinische Freilichtmuseum Dorenburg des Kreises Viersen in Grefrath hat möglicherweise doch eine sinnvolle Zukunft. Der Kreis Viersen und der Landschaftsverband Rheinland haben den Faden gemeinsamer Gespräche über die Einrichtung wieder aufgenommen. Kreisdirektor Dr. Andreas Coenen berichtete dem Kulturausschuss des Kreistags, die Chancen für eine Zusammenarbeit auf solider Vertragsgrundlage stünden gut.
Platz für ein Brauereimuseum
Hinter verschlossenen Türen erläuterte der Kulturdezernent den Sachstand der Gespräche konkreter. Dies dürfte die Politiker wiederum bewogen haben, einem Architektenwettbewerb zur Gestaltung des Eingangsbereichs zuzustimmen (die RP berichtete). Coenen sicherte im Gegenzug zu, dass die Investitionskosten unter einer Million Euro bleiben, denn: "Ich will natürlich dann auch bauen", erklärte er. Das Eingangsgebäude soll als "kleine Lösung" Kasse, Museumsshop, Toiletten und Garderobe sowie einem Raum für museumspädagogische Arbeit bieten. Die größere Lösung wäre wesentlich ehrgeiziger: Der Bau müsste die in der Dorenburg untergebrachten Büros aufnehmen, außerdem sollten eine Gaststätte und ein Brauereimuseum hier Platz finden.
Der Kulturausschuss beschränkt den Wettbewerb auf die kleinere Lösung. Allerdings soll es möglich bleiben, später einmal die größere anzugehen. Die Idee einer Gaststätte im Museumseingang will Andreas Coenen eher defensiv angehen: "Das Pannekookehuus ist in der alten Poststation wunderbar untergebracht. Das kann man kaum ohne Verlust in einem Neubau unterbringen. Zwei gastronomische Vollbetriebe verträgt das Museum nach meiner Auffassung allerdings nicht."
Kurzfristig will der Kreis die inhaltliche Arbeit des Museums verbessern. Extern soll ein museumspädagogisches Führungskonzept für Kinder und Erwachsene erarbeitet und dann umgesetzt werden. Außerdem wird die Präsentation des Spielzeugmuseums in der Scheune grundlegend überarbeitet. So fehlt beispielsweise jede Form von Interaktion, ohne die heute kein Museum mehr wagt, Stücke auszustellen.
Damit kommt der Kreis dem Landschaftsverband Rheinland entgegen. Der misst dem Spielzeugmuseum den Stellenwert eines "Alleinstellungsmerkmals" bei. Das Museum hat es nur verpasst, mit diesem Pfund zu wuchern. Auch vor diesem Hintergrund stehen die Chancen, die Dorenburg in das vom Kreis angestrebte Netzwerk der Museen des LVR einzuarbeiten, wieder besser.
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