Kempen: Pfarrer Stanusic leitet die GdG
VON NADIA JOPPEN - zuletzt aktualisiert: 25.01.2010Kempen (RPO). Eine feierliche Messe in St. Tönis markierte am Samstagabend den Beginn der "Gemeinschaft der Gemeinden Kempen-Tönisvorst", die Bischof Mussinghoff nach langen Diskussionen durchgesetzt hatte. Leiter ist Pero Stanusic.
St. Hubert Die Messe solle den Beginn der "Gemeinschaft der Gemeinden Kempen-Tönisvorst" im Gemeinde- und Seelsorgebereich markieren, erklärte der St. Töniser Pfarrer Klaus-Stephan Gerndt als "Gastgeber" am Samstagabend in St. Cornelius. Die im November in St. Josef in Kempen-Kamperlings gefeierte Messe habe sich eher auf den konkreten Anlass der GdG-Vertragsunterzeichnung bezogen.
Zu der Messe in St. Tönis waren Gemeindemitglieder aus allen sechs Pfarren – St. Godehard und St. Cornelius in Tönisvorst, Christ-König, St. Josef, St. Mariae Geburt und St. Hubertus in der Stadt Kempen – eingeladen. Allerdings war die Menge der Gläubigen überschaubar: Lediglich die wegen Renovierung nur eingeschränkt zur Verfügung stehenden Sitzbänke waren besetzt, stehen musste niemand.
Umstellungen
Eucharistiefeier Mit dem Beginn der Gemeinde-Gemeinschaft werden sich die Gläubigen in allen sechs Gemeinden auf Veränderungen einstellen müssen, denn der Priestermangel im Bistum – die Hauptursache für die Zusammenschlüsse – mache es unmöglich, in jeder Gemeinde am Sonntag eine Eucharistie-Feier abzuhalten, kündigte der St. Töniser Pfarrer Klaus-Stephan Gerndt in einem Info-Zettel an, der neben den Gesangsbüchern auslag.
Wortgottesfeier Darin wurde gezeigt, wie künftig die Struktur der Wortgottesfeiern aussieht, die auch von Laien gehalten werden.
Die Messfeier zelebrierten die Pfarrer Gerndt, Ludwig Kamm (Vorst), Pero Stanusic (St. Hubert) und Alt-Pfarrer Hermann Josef Klumpen gemeinsam. Die Priester und die Messdiener zogen mit sechs großen Kerzen in die Kirche ein. Diese seien mit einem gemeinschaftlichen Symbol geschmückt, erklärte Gerndt: Ein Kreis mit Goldrand, aufgeteilt in die vier Pfarren und versehen mit den Namen aller sechs Gemeinden – wobei an jeder Kerze der Name der Gemeinde an oberster Stelle steht, in die die Kerze nach dem Gottesdienst gebracht werden sollte.
In der Messe wurde auch offiziell bekannt gegeben, wer der Leiter der neuen GdG ist: Pfarrer Pero Stanusic aus der Gemeinde St. Hubertus in St. Hubert. In seiner Predigt wies der 47-Jährige darauf hin, dass die Lesungen (Buch Jeremiah und 1. Korinther-Brief) zwar an diesem Wochenende in allen Gemeinden im Bistum gelesen werden, aber zufällig in besonderem Maße auf die aktuelle Situation in Kempen und Tönisvorst Bezug nehmen. Es gehe um die Frage: "Was ist die Kirche?" Stanusic' Antwort: "Wir sind Kirche, weil das Wort Gottes unter uns verkündet wird." Die Kirche sei kein Verein, sondern "ein lebendiger Organismus. Jedes Glied hat seine Aufgabe, beseelt vom Heiligen Geist", betonte er. Nach der Predigt wurde es kurzzeitig wieder amtlich: Regionaldekan Johannes Quadflieg überreichte Stanusic die Ernennungsurkunde zum GdG-Leiter. Quadflieg meinte, es sei ein großer Tag für die Gemeinden. Grundsätzlich müssten sie im Bistum aufeinander zu gehen, "aber sie als Gemeinden dürfen aufeinander zu gehen". Das werde Mühe kosten, meinte er. Stanusic wurde vom Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff rückwirkend zum 19. Januar 2010 zum Leiter der Gemeinschaft der Gemeinden berufen. Nach der Verlesung der Ernennungsurkunde gab es kurzen Beifall von den Gottesdienst-Besuchern. Frage des Tages
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