Stadt Kempen: Politik gegen Schürmanns „Holzhammermethode“
zuletzt aktualisiert: 11.12.2008Stadt Kempen (RPO). Die Fraktionen im Kempener Stadtrat haben übereinstimmend die Art und den Ton kritisiert, mit denen der Vorsitzende der Vereinigten Turnerschaft Kempen (VTK), Detlev Schürmann, die Stadt kritisiert hatte. Der Bedarf an Sporthallen sei nicht gedeckt, die Bedarfsplanung nicht korrekt ermittelt, lauteten seine Vorwürfe, von denen sich die Politik überrascht zeigte.
CDU-Fraktionschef Wilfried Bogedain nannte am Dienstagabend die Äußerungen von Schürmann „unschön“ und appellierte, zur Sachlichkeit zurückzukehren. FDP-Sprecherin Christel Scommoda war „erschrocken über die unfaire Holzhammermethode“. Der SPD-Fraktionschef Udo Schiefner fand es zwar legitim, öffentlich Kritik zu äußern, „aber Stil und Tonfall waren nicht unbedingt passend“. Bestimmte Dinge im Sportbereich müssten allerdings als Teil der Familienpolitik in Angriff genommen werden. Dr. Michael Rumphorst (Grüne) regte eine interfraktionelle Arbeitsgruppe als Hilfe an.
Alle hoben hervor, dass Kempen eine sportfreundliche Stadt sei und bleiben solle. Diese heftigsten Vorwürfe seitens Schürmann würden da nicht ins Bild passen. Alle hätten sich gewünscht, wenn die VTK, sprich der Vorsitzende, die Fraktionen direkt angesprochen und den Weg über den Stadtsportverband gesucht hätte, „der eine Superaufgabe in der Sportkoordinierung erledige“, lobte Bogedain.
Das unterstrich auch Erster Beigeordneter Volker Rübo: „Die VTK sollte den normalen Weg über den Stadtsportverband und seine Gremien einhalten. Das gebietet auch die Fairness gegenüber anderen Vereinen.“ Er selbst sei aufgeschlossen, so Rübo, in der nächsten Ratsperiode über eine Sportstättenentwicklungsplanung, auch unter demografischen Aspekten, zu beraten.
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