Kreis Viersen: Schweinehalter fürchten Wildschweinpest
zuletzt aktualisiert: 29.05.2009Kreis Viersen (RPO). Auf dem Stautenhof in Anrath blickte der Kreisverein für Schweinehaltung Viersen/Krefeld am Mittwochabend auf ein erfolgreiches Jahr zurück, nachdem 2007 "eine einzige Katastrophe" war, so Kreistierzuchtberater Theo Lenzen. Rund 30 Betriebe gibt es im Kreis Viersen und Krefeld noch. Damit zwar etwas weniger Züchter als im Jahr zuvor, erklärte Lenzen, "dennoch, verglichen mit anderen Kreisen, auf einem guten Niveau." Er freute sich über junge Strukturen in konkurrenzfähigen Betrieben. Im Durchschnitt halten sie rund 200 Sauen.
Auch die erste Hälfte des vergangenen Jahres sei laut Lenzen für die Schweinezüchter noch schwierig gewesen. Erst in der zweiten Hälfte habe es sich besser entwickelt, so dass man "plusminus Null" über die Runden gekommen sei. Aktuell sei die Lage durch gesunkene Futter- und Energiekosten noch besser geworden. Lenzen wusste von einer "positiven Stimmung" bei den Schweinehaltern und davon, dass die Produktion wieder kostendeckend laufe. Derzeit werde ferner versucht, neue Exportländer zu gewinnen, darunter China.
Ein aktuelles Problem ist im Westteil des Kreises Viersen das verstärkte Aufkommen von Wildschweinen. "Sollten Hausschweine durch Wildschweine infiziert werden, so wäre dies eine Katastrophe", sagte Lenzen. Es gab in der Versammlung drei Fachvorträge, einer beschäftigte sich eben mit der Wildschweinpest. Zudem gab es Informationen über die Fütterung bei hoher Leistung und über die Umstrukturierung eines Betriebes. Alle drei Vorträge kamen bei den zwei Dutzend Mitgliedern sehr gut an.
Karl-Heinz Buffen aus Dülken, der den Verein seit 16 Jahren als Vorsitzender führt, wurde für weitere vier Jahre im Amt bestätigt.
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