Kempen: Trommeln für die Martinschule
VON SILVIA RUF-STANLEY - zuletzt aktualisiert: 07.09.2007Kempen (RPO). Sein erster Schultag war bereits am 18. April, doch erst gestern führte Bürgermeister Karl Hensel offiziell Hauptschulrektor Hubert Kalla in sein Amt an der Martinschule ein. „Ihr habt prächtig für eure Schule getrommelt“, lobte Hensel die Schüler der Jahrgangsstufe sechs, die unter Leitung von Ingrid Zerwas ihre Trommelkünste zeigten. „Fast als Symbol“ empfand der Bürgermeister die Trommeln der Schüler, gelte es doch gerade in den heutigen Zeiten, die Hauptschule zu stärken.
Exakt an seinem 75. Arbeitstag werde er eingeführt, so Hubert Kalla in seiner Ansprache. Inzwischen habe er Schule und Stadt gut kennen gelernt. Für ihn steht die Freude am Lernen, Gelassenheit im Schulalltag im Vordergrund. Schule sei ein „Treibhaus der Zukunft“, das auf veränderte Bedingungen reagieren muss. Der Kontakt zur Wirtschaft, die Möglichkeit, die jungen Leute nach ihrer Schulausbildung in Ausbildungsplätze zu bringen, ist ihm besonders wichtig. Auf individuelle Anforderungen einzugehen ebenso wie die Schüler anzuleiten, in der Gesellschaft zu leben, soll Ziel der Schule sein. Offene Unterrichtsformen, neue Gestaltung des Schullebens könne er sich vorstellen. „Wir unterrichten Kinder, keine Fächer“ umriss Kalla sein pädagogisches Leitbild.
„Der Schulleiter trägt die Verantwortung für die Qualität der Schule“ fasste Schulrat Detlev Stein die Aufgabe eines Rektors zusammen. Hubert Kalla bringe neben diesem Verantwortungsbewusstsein eine gehörige Portion Humor, die Freude am Erfolg und der Entwicklung mit. Zusammengefasst eine „leicht optimistische Grundhaltung“, die den Einstieg in die Aufgabe sicherlich erleichtere. „Martinschule“, da sei der Name schon Programm, überbrachte Propst Dr. Thomas Eicker gemeinsam mit seinem evangelischen Kollegen Michael Gallach Willkommensgrüße der Kirchengemeinden. Er erinnerte ebenso wie Vizebürgermeister Karl-Heinz Hermans für den St. Martin-Verein an den Gedanken des Teilens, des guten Miteinander-Umgehens, der mit dem Namensgeber der Schule verbunden ist. Niels Helmich und Zinab Omeirat sprachen für die Schüler. Niels Helmich betonte, dass er sich auf eine „geregelte, friedliche Zusammenarbeit“ freue. Wichtig war ihm eine künftig „bessere Zusammenarbeit“ mit den Nachbarschulen und dass es keine Streitigkeiten unter den Schulen gebe. Franz-Josef Dammer begrüßte im Namen des Fördervereins den neuen Schulleiter.
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