Kempen: Votum gegen weitere Auskiesungsflächen
zuletzt aktualisiert: 15.08.2007Kempen (RPO). stadt KEMPEN (sr) Die FDP-Fraktion hatte im Rat im Juni die Harmonisierung der Mülleinsammlung im Kreis Viersen gefordert. Dazu wird es nun im Oktober eine Sondersitzung des Umwelt- und Planungsausschusses geben, an der vom Kreis beauftragte Gutachter sowie der Leiter der Abfallbetriebe des Kreises Viersen teilnehmen werden. Das beschloss der Ausschuss am Montagabend einstimmig.
Bürgermeister Karl Hensel berichtete zu den Planungen des „Eisernen Rheins“. Favorisiert wird derzeit eine Trasse entlang der A 52, die Kempen nicht berührt. Hensel betonte aber auch die Bedeutung der geplanten Verbindung für den Transport von Gütern und den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Mit einer Enthaltung aus der CDU schloss sich der Ausschuss der Meinung der Verwaltung an, dass im Gebiet Königshütte bei St.Hubert keine weitere Auskiesungsfläche gestattet werden soll. Dies sieht der Regionalplan der Bezirksregierung vor. Jürgen Klement (CDU) betonte, dass es sich hier um „hochwertige Ackerböden“ handle. Dr. Michael Rumhorst (Grüne) wollte wissen, ob ein solches Vorgehen der Bezirksregierung „verfassungsrechtlich ok“ sei. „Ohne aus dem Nähkästchen zu plaudern“, versicherte Hensel, dass die Stadt „auch als Eigentümerin beteiligt ist“. Er hoffe, dass mit Auslaufen der Genehmigungen für das bisherige Gebiet das Kieswerk verlagern wird.
Für das Gewerbegebiet südlich Schauteshütte, wo sich die Absatzzentrale Niederrhein ansiedeln will, machte der Ausschuss einstimmig den Weg frei. Bedenken von Anwohnern wegen des Lkw-Verkehrs wies Hensel zurück: Wer im Gewerbegebiet seine Wohnung baue, müsse damit rechnen. Die alten Firmengebäude entlang der Bahnstrecke zwischen Verbindungs- und St. Huberter Straße sollen nach dem Willen des Ausschusses demnächst einer Wohnbebauung weichen. Damit wird ein weiterer Schritt zur Gestaltung des Bahnhofumfeldes getan.
Keine Erwähnung fanden im städtischen Bericht zum Sturm Kyrill Baumschäden an der Dr.-Bast-Straße, die Bürger in einem Brief an die Verwaltung beklagt hatten. Grünflächenamtsleiter Dieter Adams konnte hier keine Schäden entdecken. „Es gibt auch andere Ecken in Kempen, wo kein Baum gefallen ist.“
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