Kreis Viersen: Warnhinweise gegen Irrtümer
zuletzt aktualisiert: 09.01.2008Kreis Viersen (RPO). Nach der Panne in der Kreisleitstelle beim Feuerwehreinsatz in Vorst will der Kreis Viersen technische Konsequenzen ziehen. Er prüft, ob die Computersoftware und ihre Handhabung verbessert werden können.
„Bei der Eingabe eines Straßennamens“, erklärte gestern Pressesprecher Kaspar Müller-Bringmann, „könnte zum Beispiel eine deutliche Warnung auf dem Bildschirm aufleuchten, wenn es diese Straße in mehr als einer Kommune gibt.“ Bei Notrufen über ein Mobiltelefon könnte ausdrücklich hingewiesen werden: Achtung Handyanruf!
Denn in diesem Fall nennt der Computer aus technischen Zwängen als Standort stets Viersen. Wie berichtet, hatten die Namensgleichheit der Süchtelner Straße in Viersen und in Vorst am Sonntagabend dazu geführt, dass der Disponent die Feuerwehr wegen eines Wohnungsbrands irrtümlich zunächst in den falschen Ort schickte. Dadurch waren etwa neun Minuten verloren gegangen. Eine 65-jährige kam bei dem Brand ums Leben.
Die Tote wird heute in der Duisburger Gerichtsmedizin obduziert. Vom Ergebnis erhofft sich die Staatsanwaltschaft Krefeld Aufschluss, ob die Verzögerung Auswirkung auf das tragische Ende des Unglücks hatte. Der 39-jährige Disponent, ein erfahrener Viersener Berufsfeuerwehrmann, arbeitet weiter in der Kreisleitstelle. „Er hat in 18 Jahren im Rettungsdienst schon viele Menschenleben gerettet“, sagte Müller-Bringmann: „Er macht sich nun schwere Vorwürfe.“
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