Stadt Kempen: Weizen braucht noch etwas Sonne
zuletzt aktualisiert: 27.07.2009Stadt Kempen (RPO). Die Landwirte auf der Kempener Platte haben derzeit alle Hände voll zu tun. Während die Gerste gerade eingefahren ist, "steht der Weizen in den Startlöchern", berichtet Heinz-Josef Tölkes, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Krefeld-Viersen.
Blumenkohl muss schnell vom Feld
Dringend nötig sind nach den schweren Schauern der vergangenen Wochen jedoch ein paar intensive Sonnentage, damit der Weizen trocknen und dann geerntet werden kann. Problematisch für die Getreideernte sei in diesem Jahr, so der Rheinische-Landwirtschaftsverband (RLV), dass es keine länger andauernde Trockenperiode gegeben habe.
"Die immer wieder einsetzenden Niederschläge zögerten den Start der Weizenernte um rund eine Woche hinaus". Nach Angaben des RLV waren die Wetterbedingungen bis auf die letzte Regenwoche ideal für das Wachstum des Weizens, nun sorgten die Niederschläge allerdings dafür, dass der Feuchtigkeitsgehalt noch nicht sank. Eine maschinelle Trocknung würde sich preislich gesehen nicht lohnen, erklärt der RLV weiter. Wenig Spielraum lassen den Bauern in der Region momentan auch die beiden Gemüse Blumenkohl und Brokkoli. Tölkes: "Sie müssen schnell vom Feld, solange sie noch schön frisch und knackig sind und bevor sie zu blühen beginnen."
Innerhalb weniger Tage müssen die Landwirte diese Blütengemüse ernten. Auch bei den Erbsen heißt es, den richtigen Zeitpunkt erwischen. "Das sind Stundengeschäfte", sagt Tölkes, "keiner will dicke Erbsen, sondern sie müssen fein sein und nicht zu hart." Ebenfalls im Gange ist die Kartoffelernte, "das wird jetzt bald noch mehr, wenn die Frittenfabriken wieder aus den Betriebsferien zurückkommen." Dann steige die Nachfrage erheblich, weiß Tölkes.
Viele leckere Obstsorten
Auf den Feldern rund um Kempen wird sich auch noch in den kommenden Wochen so einiges abspielen. "Es wird alles geerntet, was man gerade gerne auf dem Teller sehen will", erklärt der Landwirt: also auch Salat, Kohl, Porree und jede Menge Obstsorten. Der Sommer ist eben auch kulinarisch gesehen eine herrliche Zeit.
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