Fußball: Anonyme Schmierfinke, geläuterter Dickschädel
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Mächtig was los ist in diesen Tagen beim FC Wegberg-Beeck. Auch im Gästebuch der Homepage. Dort sah sich Arno Hünninghaus, Coach der Reserve, nach einigen Diffamierungen seiner Person – selbstverständlich durch anonyme „Schmierfinke“ – gezwungen, nun dort einmal selbst Stellung zu beziehen: „Mir macht die Arbeit mit meiner jungen Mannschaft sehr viel Spaß – und das soll auch so bleiben. Alle, die unseren Verein mögen, sollten nunmehr dem neuen Cheftrainer Josef Küppers die Daumen drücken, dass er die Erste Mannschaft wieder auf Kurs bringt.“ Hünninghaus, darauf angesprochen von der RP: „Ich hoffe, dass da jetzt endlich Ruhe ist. Generell halte ich derartige Gästebücher für überflüssig, da wird viel Unsinn geschrieben.“
Wichtiger ist für ihn ohnehin das morgige Heimspiel (Anstoß 16 Uhr) gegen den SC 07/86 Setterich: „Bei einem Sieg hätten wir zehn Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz – darin liegt die große Bedeutung dieses Spiels.“ Bis auf Felix Galli stehen alle Mann zur Verfügung. Dessen Knieverletzung hat sich nicht als der befürchtete Kreuzbandriss entpuppt, sondern „nur“ als Knorpelverletzung.
Bis auf den Langzeitverletzten Karsten Richter kann am Sonntag auch Katzems Coach Klaus Hellingrath aus dem Vollen schöpfen. Die Viktoria erwartet den SV Rott und will da den Aufwärtstrend fortsetzen – wovon nach zuvor ausgesprochener Torflaute (nur acht Tore in neun Partien) nun sechs Punkte und sieben Treffer aus den letzten drei Spielen zeugen.
Entscheidend war für Hellingrath dabei die Systemumstellung auf ein 3-3-3-1. „Ich bin ja eigentlich ein ziemlicher Dickschädel, doch mit dem alten System kamen wir gegen Teams mit Viererkette kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Daher war ich gezwungen umzudenken“, räumt er schmunzelnd ein. „Bis zur Winterpause wollen wir nun an der 20-Punkte-Marke kratzen. Auf alle Fälle denke ich, dass wir nun in der Bezirksliga angekommen sind.“
Weit weniger erfolgreich waren zuletzt die Sportfreunde Uevekoven: fünf Niederlagen in Folge. Am Sonntag im Heimspiel gegen Schlusslicht Rhenania Immendorf gibt’s für Coach Claus Richter daher nur eins: „Da zählt nur ein Sieg, auch wenn das Selbstvertrauen nach dieser Negativserie natürlich fehlt.“ Wichtige Impulse erhofft er sich von den Rekonvaleszenten „Fuzzy“ Schmitz, Jens Przystaw und Patrick Jäger.
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