Squash: Aufstieg ist zu teuer
VON RALF KLÖPPELS UND HANS GROOB - zuletzt aktualisiert: 08.06.2011Hückelhovener Squash-Tigers gewinnen "Final Four" und die Berechtigung zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. Doch der ist aus finanziellen Gründen so gut wie nicht zu realisieren. Es fehlen etwa 6000 bis 10 000 Euro.
"Final Four in der Squash-Regionalliga – und die Squashtigers aus Hückelhoven sind dabei". So stand die letzte Schlagzeile vor dem Turnier um die sportliche Qualifikation für die 2. Squash-Bundesliga in Duisburg-Hamborn. Was dann in der "Hölle Nord" geschah, damit hatte niemand in Hückelhoven zu träumen gewagt: Von einem sicheren dritten Platz und mit etwas Glück ins Finale einzuziehen.
Am Ende des Tages stellen die Tigers sogar die beste Mannschaft der Squash-Amateurligen 2010/11 in Nordrhein-Westfalen. Im Klartext: Die Squashtigers Hückelhoven sind Meister der Regionalliga und damit sportlich qualifiziert für die 2. Bundesliga.
Zu realisieren ist dieser Aufstieg aus finanziellen Gründen allerdings kaum. So weiß Tigers-Jugendwartin und Ehefrau des -Vorsitzenden Udo Thäsler: "Eine Saison in der 2. Bundesliga würde so etwa 6000 bis 10 000 Euro kosten, so sollen die herkommen." Diese müssten in erster Linie für zwei neue Spieler mit Bundesligatauglichkeit aufgebracht werden. Außerdem würden die weiten Fahrten, die u.a. nach Hamburg, Bremen oder Diepholz führen, wobei es nicht ohne Übernachtungen geht, einen Großteil verschlingen.
Squash – Final Four
Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga:
1. Squash-Tigers Hückelhoven
(2. der Regionalliga Rheinland) 2 Partien/2 Siege/ 6 Punkte/7:1
2. Squash Inn Hamborn 2
(1. Regionalliga Rheinland)
2 Partien/1 Sieg/3 Punkte/4:4
3. 1. SC Bochum
(1. Regionalliga Westfalen)
2 Partien/1 Sieg/3 Punjkte/3:5
4. Floppys SC Bielefeld
(2. Regionalliga Westfalen)
2 Partien/0 Siege/0 Punkte/2:6
Wie kam es nun zum Erfolg in den "Final Four"? Im ersten Spiel trat Hückelhoven als Vizemeister der Regionalliga Rheinland gegen den 1. SC Bochum an, dem Meister der Regionalliga Westfalen. Und schon auf Position 4 legte Michael Seidel furios los, setzte mit einem klaren 3:0 den ersten Nadelstich. Danach ließ Jard Baljet nur 19 Punkte für Bochum zu und siegt ebenfalls souverän mit 3:0. Noch besser machte es Gabor Marges mit einem 11:1, 11:4, 11:3. Dass Janosch Thäsler an Position 2 noch einen Satz gegen Marcus Cyrynski liegen ließ, war dann nur noch Nebensache.
Das Finale war erreicht und hier wartete der Erstplatzierte der Regionalliga Rheinland, Squash Inn Hamborn. In der regulären Saison hatte Hamborn beide Spiele für sich entschieden, aber das musste ja nichts heißen. Wiederum begann Michael Seidel mit einem klaren 3:0 Sieg. Das "zu Null" war wichtig, denn man wusste, das es am Ende auch auf das Satzverhältnis ankommen könnte.
Für das an diesem Tag mit Abstand spektakulärste Match, was Geschwindigkeit, Laufbereitschaft und die Ausgeglichenheit der Spieler betraf, sorgten Jard Baljet und Dustin Eickhoff an. Beide brachten durch kraftvolles Spiel den Ball fast auf Schmelztemperatur. Jard Baljet gewann den ersten Satz mit 11:8 und lag auch in den folgenden Sätzen oft in Führung, diese dann aber nicht mehr für sich entscheiden – 8:11, 9:11 und 12:14.
Jetzt fehlte Hückelhoven noch ein 3:0-Sieg zur kaum für möglich gehaltenen Meisterschaft. Gabor Marges hatte Marc Mörning zum Gegner, der im ersten Satz noch Paroli bieten konnte. Doch Marges entschied den Satz noch mit 13:11 für sich. Bessere Kondition und das bessere Auge bescherten dem Tiger noch das 11:4 und 11:6. Das letzte Spiel des Tages von Janosch Thäsler gegen Christian Wucherer war dann nur noch Formsache, Janosch gewann mit 3:2 Sätzen, und die Krone der Amatuerligen in Nordrhein-Westfalen ging damit an die Squash-Tigers. Hückelhoven.
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