Beeck hält in der NRW-Liga mit
zuletzt aktualisiert: 31.08.2010Auch wenn am Sonntag bei NRW-Liga-Aufsteiger FC Wegberg-Beeck nach den beiden späten Gegentoren beim unglücklichen 1:2 gegen SW Essen die Enttäuschung über den so doch noch verpassten dritten Sieg im dritten Spiel (der hätte gar die Tabellenführung gebracht) überwogen hat: Auf die Leistung können die Schwarz-Roten aufbauen. Schließlich spielten sie da gegen eine der besten Adressen der Liga – hinter den beiden Topfavoriten Germania Windeck und Fortuna Köln gilt der Vorjahresvierte Essen als dritte Kraft.
Vor allem brachte diese Nagelprobe für die Ligatauglichkeit des FC eine wesentliche Erkenntnis: Beeck hält in der NRW-Liga mit. Was keine Selbstverständlichkeit ist. In Erinnerung sei da Beecks letzte Saison in der alten Oberliga Nordrhein gerufen: Da stieg der FC nach dem Aufstieg 2005 direkt wieder ab – und zwar sang- und klanglos mit am Ende nur 17 Punkten und 16 Zählern Rückstand zum rettenden Ufer.
Die aktuelle Mannschaft ist dagegen wirklich wettbewerbsfähig – so viel kann nach drei Spielen schon gesagt werden. Eines kristallisiert sich dabei auch heraus: Wer fröhlichen Hurra-Fußball sehen möchte, dürfte im Waldstadion auch auf Dauer nicht auf seine Kosten kommen. Wer aber ein gut organisiertes Kollektiv zu schätzen weiß, sehr wohl. Denn auf eines legt Coach André Sieberichs besonders großen Wert: taktische Disziplin.
Schon jetzt zahlt sich dabei aus, dass Beeck eine vernünftige Vorbereitung absolvieren konnte – ohne Kreispokal und viele Turnierverpflichtungen. Drei Partien in Rurdorf – das war's auch schon. Dazu kamen einzelne Testspiele.
Statt dessen wurde in den zig Trainingseinheiten gerade auch das Abwehrverhalten eingeübt. Mit bislang mehr als beachtlichem Erfolg: Aus dem Spiel heraus hat Beeck in allen drei Partien bislang wenig bis gar nichts zugelassen – nicht nur die Viererkette funktioniert.
Ein Manko ist aber unübersehbar: die Schwäche bei Standards. Alle vier Gegentore kassierte der FC auf diese Weise: zwei nach Ecken, einen direkten Freistoß und einen Elfmeter, dem ein Freistoß vorausging. Kein Wunder, dass speziell die beiden Ecken-Tore Sieberichs auf die Palme brachten. Denn da gab es klare Zuteilungen, die nicht eingehalten wurden. Bekommt Beeck dieses Problem in den Griff, ist der Ligaverbleib auf alle Fälle drin.
MARIO EMONDS
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