Fußball: Beeck II nach 0:2 noch 5:3 – Leuker trifft dreimal
zuletzt aktualisiert: 13.09.2010Am Samstag vor einer Woche, beim 2:5 gegen Dremmen, musste wie Marcel Göbels auch Daniel Leuker erst einmal auf der Bank Platz nehmen – im Sturm liefen René Schnitzler und Alex Back aus Beecks Erster Mannschaft auf.
Am Sonntag bei Jugendsport Wenau durfte der 23-Jährige wieder in der Anfangsformation ran – und wie: Mit drei Toren hintereinander stellte Leuker fast im Alleingang von 1:2 auf 4:2. Am Ende gewannen die Kleeblätter 5:3 und holten in der neuen Umgebung damit die ersten Punkte.
"Ich bin einfach nur erleichtert. Mit diesem Sieg sieht die Welt schon wieder anders aus. Die Situation war in der vergangenen Woche schon sehr angespannt", kommentierte ein gelöster Coach Dirk Ruhrig den ersten Sieg seiner Jungs.
Nach acht Minuten 0:2
Nach einem Erfolgserlebnis hatte es am Anfang freilich überhaupt nicht ausgesehen – im Gegenteil. Bereits nach acht Minuten lag der FC durch Tore von Angelo di Benedetto (5.) und Torsten Kreutz (8.) 0:2 zurück. "Da habe ich nur gedacht: Geht das jetzt schon wieder los? Da war ja wirklich das Schlimmste zu befürchten", räumte Ruhrig ein.
In die Karten spielte dem FC kurz darauf dann aber Wenaus Timo Kowallik. Der Verteidiger riss sich zu einer Tätlichkeit gegen Leuker hin und sah dafür Rot (15.). Sechs Minuten später kehrte die Hoffnung endgültig ins Beecker Lager zurück: Volker Tholen, der diesmal als hängende Spitze auflief und dort eine weit bessere Figur als im Dremmen-Kick als Innenverteidiger machte, nutzte ein schönes Leuker-Anspiel zum Anschlusstreffer (21.).
Danach "leukerte" es kräfig. Erst schloss Leuker eine schöne Kombination über Marcel Göbels und Tholen zum 2:2 ab (25.), dann nahm er ein Zuspiel Fabian Baums direkt und brachte den FC so in Front (29.). Innerhalb von acht Minuten hatte der Gast damit den Spieß komplett umgedreht.
Seinen dritten Streich setzte Leuker, der stark angeschlagen ins Spiel gegangen war, nach einer knappen Stunde (59.). Anschließend vergaben die Beecker vor 150 Zuschauern zig Chancen zur endgültigen Entscheidung. "Das war höchst fahrlässig", monierte Ruhrig.
Stattdessen kehrte nach dem späten Anschlusstreffer von Dennis Buchholz die Spannung zurück (89.). Der kurz zuvor eingewechselte Stefan Koch tütete mit dem 5:3 in der 2. Minute der Nachspielzeit den Dreier dann aber endgültig ein.
Restlos bedient war Wenaus Coach Markus Hambach: "Trotz der Roten Karte: Wenn man nach acht Minuten 2:0 führt, muss man sich einfach cleverer anstellen."
Beeck II: Fritzsche – Schopphoven, Peters, Honnes, Baum – Memenga, Friedrich – Göbels, Koerfer – Tholen (85. Stefan Koch) – Leuker (73. Paul Koch)
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