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Das Warten geht weiter

VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 07.04.2008

Beecks letzter Heimsieg in der Meisterschaft bleibt das 3:0 gegen Aachen vor mehr als einem halben Jahr. Denn gestern verlor der FC gegen Hennef nach einer schlappen Vorstellung 1:3 – und muss nun weiter nach unten schauen.

Hennefs Kapitän Martin Gerads (r.) erzielte in der 80. Minute das 2:1 und hatte im Waldstadion damit maßgeblichen Anteil am 3:1-Sieg. Beecks Sven Regn hatte mit seinen Kollegen so das Nachsehen.  Foto: RPO
Hennefs Kapitän Martin Gerads (r.) erzielte in der 80. Minute das 2:1 und hatte im Waldstadion damit maßgeblichen Anteil am 3:1-Sieg. Beecks Sven Regn hatte mit seinen Kollegen so das Nachsehen. Foto: RPO

Das Warten auf den ersten Meisterschafts-Heimsieg des FC Wegberg-Beeck seit dem 21. September (3:0 gegen Westwacht Aachen) ging auch gestern nicht zu Ende: Nach einer schlappen Vorstellung verloren die Kleeblätter gegen den FC Hennef 05 mit 1:3 – durchaus verdient.

„Nein, wir haben keinen Heimkomplex, das hat damit doch gar nichts zu tun“, beteuerte Linksverteidiger Philipp Reichartz nachher tapfer. Die Zahlen sprechen indes eine klare Sprache: Während die Kleeblätter die letzten fünf Auswärtsspiele samt und sonders gewonnen haben, haben sie 2008 daheim noch keinen Zähler geholt.

Info

Bleibt der Kapitän?

Emsig wird zurzeit in Beeck am Kader der nächsten Saison gebastelt. Eine ganz wichtige Frage ist dabei noch völlig offen: Bleibt Arian Berkigt? Der Kapitän, der in Köln Niederländisch und Sport studiert, hat sich für ein Auslandssemester ab August in Richmond/USA beworben. „In zwei Wochen weiß ich, ob’s klappt“, so Berkigt.

„Nach dieser Auswärtsserie und dazu auch noch dem Pokalsieg gegen Dattenfeld hatten wir uns darauf gefasst gemacht, auf eine vor Selbstvertrauen strotzende Mannschaft zu treffen“, bekannte Hennefs Coach Uwe Freitag und wurde – aus seiner Sicht – angenehm überrascht: „Beeck hat ja weit weniger Druck gemacht, als ich vorher gedacht habe.“

„Meilenweit weg“

Genau umgekehrt wertete das zwangsläufig sein Kollege Josef Küppers: „Wir waren meilenweit von der guten Verfassung der letzten Wochen weg, hatten kaum Präsenz in der gegnerischen Hälfte. Heute hätten wir einen großen Schritt zum Klassenerhalt tun können. Nun müssen wir den Blick weiter nach unten richten.“

Von Beginn an fehlte bei Beeck der letzte Wille, die unbändige Lust auf ein Tor. Kein Wunder, dass es so bis zur ersten zwingenden Chance bis zur 45. Minute dauerte, als Arian Berkigts Drehschuss knapp am Winkel vorbeizischte. Da stand es schon 0:1. Verantwortlich war dafür Philipp Havermann, der bei seinem Sololauf gleich mehrere Beecker wie Slalomstangen umkurvte und dann einschob (24.).

Auch nach der Pause gestaltete sich das Bild nicht wesentlich anders, wenngleich die Schwarz-Roten nun feldüberlegener waren. Dennoch fiel der Ausgleich eher aus dem Nichts: Einen Freistoß von der linken Strafraumseite jagte Berkigt in den langen Winkel (73.). Genauso hatte der Kapitän auch schon eine Woche vorher in Aachen getroffen – ebenfalls zum 1:1 und gerade einmal drei Spielminuten früher. Da gewann Beeck am Ende noch 3:1, diesmal lief es umgekehrt. Verzog Hennefs Kapitän Martin Gerads zunächst noch ganz knapp am langen Pfosten vorbei (76.), machte er es kurz darauf besser: Einen langen Freistoß des eingewechselten Sascha Glatzel köpfte er per Aufsetzer ins Netz (80.). Ein klasse Konter, initiiert erneut von Glatzel, brachte dann die Entscheidung: Der gleichfalls eingewechselte Thomas Schneider hatte am Ende keine Mühe, das uneigennützige Zuspiel Havermanns ins leere Tor zu schieben (88.).

FC Wegberg-Beeck: Spago – Regn, Laadim, Vrieze, Reichartz – Cataldegirmen (59. Schmitt), Enache – Berkigt, Hadzic, Walbaum – Beyel (59. Börek)

Quelle: RP

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