Der Kampf gegen unsichtbare Gegner
VON ANDREAS ROTH - zuletzt aktualisiert: 28.11.2007Taekwondo Bereits zum zweiten Mal waren die Taekwondo-Vereine Han Kook Hückelhoven und Han Kook Erkelenz in Kooperation Gastgeber zum „Internationale Poomsae-Cup“ der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union (NWTU). Und wieder waren dié Organisatoren zufrieden. Denn 233 Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland hatten den Weg nach Erkelenz gefunden, um ihr Können in der Disziplin „Formen“ zu demonstrieren. Von der Qualität des Turniers, das in der neuen Karl-Fischer-Sporthalle einen optimalen Standort gefunden hatte, überzeugten sich sogar die Bürgermeister und die Stadtsportverbands-Vorsitzenden aus Erkelenz (Peter Jansen/Heinz Musch) und Hückelhoven (Bernd Jansen/Hans-Josef Geiser).
Großen Beifall gab es für eine Demonstration des BanGang-Teams. Gemäß ihrem Motto „We do our stunts on our own“ zeigten die sieben Athleten Aachen eine mitreißende, mit spektakulären Akrobatikelementen gespickte Show. Am Rande der Gesetze der Schwerkraft führten sie die etwa 500 Zuschauer durch eine Musikchoreografie, die vor allem durch die brasilianische Kampfkunst Capoeira und durch Breakdance-Elemente inspiriert wurde.
Nach den interessanten Wettbewerben der Aktiven aus 28 Vereinen, zeichneten die Vorsitzenden Dieter Bransch (Hückelhoven) und Thomas Hermanns (Erkelenz) gemeinsam mit NWTU-Vizepräsident Shin In-Shik die Mannschaftssieger aus. Der zahlenmäßig stärkste Verein, SV Bayer Wuppertal, nahm verdientermaßen auch den größten Pokal mit nach Hause. Aber auch die einheimischen Sportler Julian Jaensch und Alicia Stratmann machten mit guten Leistungen auf sich aufmerksam.
Die „Formen“, in der koreanischen Fachsprache der Sportart „Poomsae“ genannt, sind Kämpfe gegen imaginäre Gegner, die nach Selbstverteidigungsart bekämpft werden. Dabei sind die Bewegungsabläufe streng vorgegeben. Neben einer guten Ausführung der Einzeltechniken kommt es auch auf die Interpretation von Bewegungssequenzen an, was durch den gezielten Einsatz von Körperspannung und –entspannung, verbunden mit der Atmung, erreicht wird.
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