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Fußball: Der Klassiker

VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 31.07.2007

Halbfinale im Kreispokal: A-Ligist SV Schwanenberg heute gegen Landesligist Teveren. Morgen erwartet SC 09 Erkelenz den FC Wegberg-Beeck. Der FC will Revanche für 2004. SC Coach Deckers erinnert an die 80er Jahre.

Mit diesem Pokal liebäugeln noch vier Fußballteams. An wen wird Eduard Meinzer, der Vorsitzende des Fußballkreises Heinsberg, den Pott am Samstag überreichen? Heute und morgen fallen in den Halbfinals in Schwanenberg und Erkelenz die Vorentscheidungen.  Foto: RPO
Mit diesem Pokal liebäugeln noch vier Fußballteams. An wen wird Eduard Meinzer, der Vorsitzende des Fußballkreises Heinsberg, den Pott am Samstag überreichen? Heute und morgen fallen in den Halbfinals in Schwanenberg und Erkelenz die Vorentscheidungen. Foto: RPO

Germania Teverens Coach Hermann Kraut muss passen: „Tut mir leid, aber zum SV Schwanenberg kann ich wirklich nichts sagen. Da kenne ich nur Trainer Frank Strothkämper, und den schätze ich sehr.“ Der Landesligist wird heute Abend im ersten Kreispokal-Halbfinale (19 Uhr) also bei einer unbekannten Größe antreten – natürlich als Favorit. „Mir fehlen mit den verletzten David Schaffranek, Roman Quadflieg, Marcel Boymanns, Christoph Rutkowski und Peter Szcyrba zwar fünf Mann, doch das sollten wir bei unserem Kader verkraften können“, betont Kraut.

Eine Aussage, mit der sich der alte Trainerfuchs als Schlitzohr erwiesen hat, wie der von ihm so geschätzte Kollege schmunzelnd aufdeckt: „Von diesen fünf Leuten hätte eh nur einer gespielt“, vermutet Strothkämper, der ganz im Gegensatz zu Kraut den heutigen Gegner haargenau kennt – und daher auch weiß, welche Spieler es vornehmlich auszuschalten gilt: „Mittelfeldspieler Hendrik Bergmann und Stürmer Sebastian Kranz.“

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Keine Emotionen

Für Frank Strothkämper ist es heute übrigens kein besonderes Spiel, obwohl er 2003 als Teverener Coach kurz nach dem Saisonstart unter unwürdigen Umständen geschasst wurde – in erster Linie auf Betreiben des damaligen Germania-Managers Heinz Eschweiler. „Der Rausschmiss war damals sehr schmerzhaft, ist aber nun Geschichte und spielt für mich keine Rolle mehr. Die handelnden Personen in Teveren sind heute ja auch weitestgehend andere.“

In der Außenseiterrolle fühlt sich der A-Ligist wohl: „Wir wollen uns jedoch nicht hinten reinstellen, sondern werden versuchen mitzuspielen. Und wir haben auch keinesfalls vor, auf Asche zu gehen, um Fußball im Grunde von vornherein zu verhindern. Wir hoffen sehr, dass wir auf Rasen spielen können“, bekräftigt Strothkämper, bei dessen Elf noch Fragezeichen hinter den angeschlagenen David Katthagen, Jens Friedrichs und Christian Moll stehen. Fehlen wird definitiv Urlauber Sinan Evren.

Eine Menge Spieler auf beiden Seiten fehlen auch morgen beim zweiten Halbfinale, dem Klassiker SC 09 Erkelenz gegen den FC Wegberg-Beeck. Ab 19 Uhr geht’s im Erkelenzer Willy-Stein-Stadion nicht nur um den Einzug ins Finale, sondern auch um eine Menge Prestige – und für Beeck um Revanche für die verdiente Finalniederlage (1:3) von 2004.

„Bei uns sind ja noch eine ganze Reihe Spieler von damals dabei“, sagt Beecks Co-Trainer Josef Küppers – Arian Berkigt, Asaf Cataldegirmen, Andreas Kuffner, Edin Hadzic, Eike Reinert und Philipp Reichartz standen seinerzeit auf dem Platz. Von ihnen wird Reichartz (Schlüsselbeinbruch) auf alle Fälle ausfallen, zumindest fraglich sind zudem Cataldegirmen und Reinert.

Große Sorgen plagen aber auch SC 09-Coach „Nobby“ Deckers – speziell um Dennis Jansen (Knie verdreht, Verdacht auf Bänderriss). Swen Krawiec, Markus Horsch, Kevin Sternad und Daniel Leuker runden das Lazarett ab. Morgen rechtzeitig aus dem Urlaub zurück kommt dagegen Torjäger Domenice Hoyer.

Deckers kündigt dem Favoriten gehörige Gegenwehr an. „FC-Coach Markus Lehnen hat ja als Fazit der vorherigen Runden gesagt, dass Spiele gegen Kreisligisten Beeck nicht weiterbringen. Da wollen wir den FC schon ein wenig mehr fordern“ – und schiebt nach: „Zu meiner aktiven Zeit in den 80er Jahren habe ich mit dem SC 09 am 2. Weihnachtstag ja einige Male das Pokalendspiel gegen Beeck bestritten. Da waren stets wir der Favorit. Heute ist es umgekehrt.“ Genau dreimal war dies der Fall, stets gewann knapp der SC 09: 4:3 (1983/84), 5:3 n.V. (1984/85) und 2:1 (1986/87).

Quelle: RP

 
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