Die Familie steht nun an erster Stelle
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 06.09.2011Er war bei Mittelrheinligist FC Wegberg-Beeck der dritte und letzte Neuzugang, kam erst mitten in der Vorbereitung – dafür ist er aber zweifellos auch der prominenteste Neue: Macchambes Younga-Mouhani.
Der 37-Jährige verdiente schließlich 16 Jahre lang seine Brötchen als Profi. 1993 war der Kongolese, der seit 2003 die deutsche Staatsbürgerschaft hat, nach Deutschland gekommen – genau gesagt nach Düren. Der dortige Traditionsverein Schwarz-Weiß war auch sein erster Fußballverein in Deutschland.
1995 folgte als erste Profistation Borussia Mönchengladbach. Ein Jahr später heuerte er bei der damals noch in der 1. Liga spielenden Fortuna Düsseldorf an. Es folgten Engagements bei Fortuna Köln, Wacker Burghausen, RW Essen und die vergangenen vier Jahre bei Union Berlin.
Insgesamt bestritt der defensive Mittelfeldspieler 21 Bundesligaspiele (zwei Tore), 227 Zweitligaspiele (42 Tore), 36 Drittligapartien (fünf Tore) und 102 Regionalligaspiele (23 Tore). Dreimal stieg er in die 2. Liga auf: mit Burghausen, Essen und Berlin. Im Essener Trikot schoss er einmal ein Tor, das es in die ARD-Auswahl zum Tor des Monats brachte: Er lauerte bei einem Abschlag hinter dem gegnerischen Keeper, luchste ihm den Ball ab und schoss den dann ins leere Tor.
Eines war bei allen Profistationen gleich: Seine Familie blieb stets in Düren-Rölsdorf wohnen – auch in den acht Jahren, die er in Burghausen und Berlin spielte. "Ich hatte auch nun einige Angebote aus der 3. Liga und der Regionalliga, doch die Vereine lagen zu weit weg, ich hätte wieder dahin ziehen müssen. Aber ich wollte nun bei meiner Familie bleiben. Die steht für mich eindeutig an erster Stelle", betont der Sechser, der in Beeck nur "Mac" gerufen wird. Und so klein ist seine Familie gerade nicht: Frau und vier Kinder im Alter von sechs bis 19 Jahren.
Die vergangenen Monate hatte er bei seinem Heimatverein Schwarz-Weiß ein wenig mittrainiert – richtig fit ist er zwangsläufig noch nicht. "So langsam kommt's aber. Ich denke, dass ich jetzt bei 70 oder 80 Prozent bin", meint der Routinier, der dabei ist, den Trainer-B-Schein zu machen. Was mit Beeck möglich ist, vermag er noch nicht einzuschätzen: "Warten wir doch einfach mal die Hinrunde ab."
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