Einmal im Mittelpunkt
zuletzt aktualisiert: 01.09.2007Als Trainer eines C-Ligisten steht man nicht gerade häufig im Mittelpunkt des Interesses. Von daher war die Partie von WestLotto-Fairplay-Pokalsieger Sportfreunde Uevekoven gegen die U 21-Auswahl des Mittelrhein-Verbands für Udo Jansen schon sehr außergewöhnlich. Denn für den beruflich verhinderten Claus Richter coachte in diesem Spiel eben Jansen die Sportfreunde, normaler Weise für Uevekovens C-Liga-Reserve zuständig. Nach der Partie (die FVM-Auswahl gewann 4:1) durfte Jansen in der vom Verband angesetzten Pressekonferenz vor dem Vereinsheim dann auch seinen Kommentar zum Spiel abgeben: „Wir haben das doch gut hingekriegt.“
Lob vom Kollegen
Dem pflichtete Helmut Jungheim vorbehaltlos bei: „Die Sportfreunde waren gut eingestellt, haben sich prima verkauft. Aber eigentlich auch kein Wunder, schließlich macht der Kollege gerade bei uns die Trainerausbildung“, meinte der Auswahltrainer gutgelaunt. Für seine Formation war der Kick der Auftakt der Vorbereitung für den DFB-Länderpokal der U 21, der im Oktober gespielt wird.
Gut fürs Geschäft
Ein Lob für die Leistung der Sportfreunde auf dem Platz (die Organisation war ja ohnehin prima) hatte auch Albert Haarmann von Sponsor WestLotto übrig: „So sehr war das ja gar nicht David gegen Goliath.“ Zugleich bekannte er, bei der Anfahrt ein wenig Probleme mit der Ortung von Uevekoven gehabt zu haben: „Ich habe den Ort ehrlich gesagt ein wenig näher an Köln vermutet.“ Zudem merkte er an, dass sich Erfolg und Fairness gegenseitig bedingen: „Gute Mannschaften spielen in der Regel auch fair, und schönen Fußball wollen wir ja alle sehen. Die WestLotto übrigens auch – dann verkaufen wir nämlich mehr Wetten“, stellte er augenzwinkernd fest.
Fliegende Spielerpässe
Am Sonntag verlor der SV Golkrath das A-Liga-Derby beim TuS Germania Kückhoven 1:2. Speziell ein Golkrather Betreuer wird dies aber locker verschmerzt haben, hätte der Mann doch um ein Haar vor dem Spiel die Golkrather Spielerpässe „veruntreut“. An der Kückhovener Mehrzweckhalle (dort ziehen sich die Akteure um) war er in sein Auto gestiegen und zum Platz gefahren – und hatte versehentlich Aufstellung und Spielerpässe auf dem Dach des Autos liegen lassen. Die flatterten dann munter durch die Gegend. Wie gut, dass RP-Fotograf Jürgen Laaser vor Ort war. Der fand an der Mehrzweckhalle zunächst die Aufstellung und begab sich dann auf „Schnitzeljagd“. Eine weitere Passantin hatte bereits die Spielerpässe von der Straße aufgelesen und übergab sie Laaser. Der brachte sie zum Sportplatz – und sorgte beim Betreuer so für riesige Erleichterung . . .
MARIO EMONDS
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