Fußball: Erst die Theorie, dann die Praxis
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 11.09.2010Null Punkte, 3:10 Tore: Nach zwei Partien ist Beeck II Schlusslicht. Morgen in Wenau soll zumindest der erste Punkt her. Dafür hat FC-Coach Dirk Ruhrig auch eine spezielle Bus-Lektüre vorbereitet. Diesmal keine Verstärkung von "oben".
Mit dem Bus fährt der FC Wegberg-Beeck II morgen zum Auswärtsspiel bei Jugendsport Wenau. Langeweile wird während der knapp einstündigen Fahrt nicht aufkommen. Dafür sorgt Dirk Ruhrig. Denn der Coach hat für seine Jungs eine spezielle Lektüre vorbereitet, die er an alle bei Fahrtbeginn verteilen wird. Die besteht aus drei Seiten, die sich mit dem taktischen Verhalten auf dem Platz beschäftigen. "Ganz simple und eigentlich selbstverständliche Sachen wie zum Beispiel dem Einrücken und dem Enghalten der Abstände zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen", erläutert Ruhrig.
Nachholbedarf
Personal
Nicht dabei Kristian Wurzer (Urlaub), Matthias Gorka (Klassenfahrt) und Marcel San José Mendez (letztmalig gesperrt).
Der Gegner Bei Wenau ragen drei Spieler heraus: Die beiden schnellen Spitzen Martin Kroll und Gabriele di Bendetto sowie im Mittelfeld Benjamin Thoma, der Kopf der Mannschaft.
Dass seine Schützlinge da aber wohl erheblichen Nachholbedarf haben, zeigte vergangenen Samstag die desaströse Leistung beim 2:5 gegen den TuS Rheinland Dremmen. "Da machte unserer Viererkette ja den Eindruck, als ob wir damit nicht schon länger spielen, sondern die gerade erst einstudieren würden. Generell war die Vorstellung ein absolutes Fiasko", räumt Ruhrig unverblümt ein. Nach dem 1:5 zum Auftakt beim SV Breinig kassierten die Kleeblätter da im zweiten Spiel auch den zweiten Fünferpack – in dieser Verfassung ist der FC nicht ligatauglich.
Ob die kleine Theorie-Auffrischung im Bus hilfreich war, wird sich direkt danach auf dem Wenauer Kunstrasen zeigen. "Da ist sehr viel Granulat drin, die Bälle springen hoch ab", zeigt sich Ruhrig wie gewohnt bestens informiert. Die Elf von Markus Hambach nahm er beim 4:1-Sieg im Dürener Kreispokal-Halbfinale gegen Mittelrheinligist Viktoria Arnoldsweiler unter die Lupe. In der Liga stehen für die Jugendsportler bislang drei Punkte zu Buche. Daheim verloren sie gegen Titelaspirant SW Nierfeld 1:2, bei Borussia Lindenthal-Hohenlind gewannen sie danach 3:2.
Priorität hat für Ruhrig – wen wundert's nach zehn Gegentoren – die Defensive: "Wir müssen erst einmal hinten sicher stehen, dann schnell umschalten." Das wird er diesmal ohne jegliche Verstärkung von oben tun müssen – Beecks "Erste" spielt parallel und kann personell zurzeit ja auch nicht gerade aus dem Vollen schöpfen. Dafür ist aber Stammkeeper Torben Fritzsche wieder fit, werden zudem die Stammkräfte Daniel Leuker und Marcel Göbels wieder in der Anfangsformation stehen, die gegen Dremmen "Importen" aus der Ersten Platz machen mussten.
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