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Tennis: ETV springt in eine andere Galaxie

VON HELMUTH WEIDENHAUPT - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010

Bislang war der TV 1860 Erkelenz in der eher amateurhaften Landesliga beheimatet. In der am Wochenende beginnenden neuen Saison schlägt der Aufsteiger in der Verbandsliga auf. Insgesamt stellen die 15 Vereine des Erkelenzer Landes 74 Teams. Große Sorgen im Nachwuchsbereich.

Ein Verbandsligist, ein Landesligist, drei Bezirksligisten und vier Teams in der Bezirksklasse – neun Mannschaften aus dem Erkelenzer Land spielen in der Saison 2010/11 auf Verbandsebene mit.  Foto: RPO
Ein Verbandsligist, ein Landesligist, drei Bezirksligisten und vier Teams in der Bezirksklasse – neun Mannschaften aus dem Erkelenzer Land spielen in der Saison 2010/11 auf Verbandsebene mit. Foto: RPO

Für die Freunde des schnellen Spiels an den grünen Tischen fällt am ersten Septemberwochenende der Startschuss zur neuen Meisterschaftssaison. Dazu haben die 15 Vereine des Erkelenzer Landes 74 (Vorjahr 78) Mannschaften gemeldet, davon 37 Herren-, zwei Damen-, 17 Senioren- und 18 Nachwuchsteams. Wie im letzten Jahr führt der TV 1860 Erkelenz mit zehn Teams die Mannschafts-Hitliste an, gefolgt vom TTC Wegberg und dem TV Hückelhoven-Ratheim, die es auf je neun Meldungen bringen.

Während der Seniorensport mit 17 Mannschaften, die sich über die ganze Bandbreite von der Ü 40-2.Kreisklasse bis zur Ü 60-Bezirksliga verteilen, floriert, ist der Nachwuchsbereich ein echtes Sorgenkind. Gerade mal 20 Teams wurden in den vier Altersgruppen gemeldet, wobei keines oberhalb der Kreisliga eingestuft wurde. Sieben der 15 heimischen Vereine betreiben überhaupt keine Nachwuchsarbeit, darunter so prominente Clubs wie TTV Hilfarth, TTC Kückhoven oder TTC BW Kipshoven.

Info

Nur in Ratheim

Damen Ratheim ist der einzige Verein, bei dem auch die Damen zum Zuge kommen. Die erste Garnitur startet nach dem Aufstieg in der Damen-Bezirksliga, die Zweitvertretung in der Damen-Bezirksklasse.

Spitzenspieler oft nur gegen Bares

Unbestrittene Nummer eins hierzulande ist die erste Herrengarnitur des TV 1860 Erkelenz. Der Verbandsliga-Aufsteiger wird es freilich schwer haben, gilt doch der Sprung aus der eher amateurhaften Landesliga in die neue Umgebung, wo Zahlungen an die Akteure gang und gäbe sind und Spitzenspieler oft nur gegen Bares zu holen sind, als Wechsel in eine andere Galaxie. Für Erkelenz ist daher der Klassenerhalt ein zwar nicht utopisches, aber doch nur schwer erreichbares Ziel, zumal es nicht möglich war, die Mannschaft gezielt an der Spitze zu verstärken. Immerhin konnte man den Ausfall des TT-Invaliden Daniel Patza durch das 15-jährige Supertalent Lukas Koy, der vom TTC Rheindahlen in seine Heimatstadt wechselte, kompensieren.

Hilfarth ganz ohne Neuzugänge

Ganz ohne "Neue" kommt der TTV Hilfarth in der Landesliga aus. Auch an der Rur hat der Klassenerhalt absolute Priorität, wobei es diesmal durchaus schwerer werden könnte als zuletzt. In der Bezirksliga wurde das heimische Kontingent durch den Aufstieg des TTC Arsbeck zu einem Trio aufgestockt. Die besten Chancen auf einen Platz an der Sonne darf man dem TTC Kückhoven einräumen, der zwar keine Neuzugänge vermelden kann, aber mit Sascha Heimen und Tim Nolten zwei jungen Akteuren eine Chance gibt. Für Notfälle steht immer noch Daniel Wolters, der vom JTTC Hochneukirch zurückkehrte, als Ersatz bereit, während man auf Altmeister Karl-Heinz Hamraths wegen eines Sperrvermerks nicht mehr zurückgreifen kann.

Die Aufstellung des SV/TTC Baal ist eine exakte Kopie des Mannschaftsformulars der letzten Saison. Das spricht dafür, dass man sich im Kampf um den Klassenerhalt keine Nachlässigkeiten leisten kann. Seit Jahren pendelt des TTC Arsbeck zwischen Bezirksliga und Bezirksklasse. Ob es jetzt für die Arsbecker "Oldies" mal zum Klassenerhalt reicht, bleibt abzuwarten.

Erneut mit vier heimischen Vertretern startet die Bezirksklasse. Aufsteiger TV 1860 Erkelenz II ersetzt die Arsbecker Truppe, die sich in die Bezirksliga verabschiedet hat. Während die drei "Alten" TTC BW Kipshoven, TV Hückelhoven-Ratheim und TTV Hilfarth II von Beginn an vor allem bemüht sein werden, ein wenig Abstand zu den Abstiegsplätzen zu halten, fühlt sich ausgerechnet Aufsteiger ETV II zu Höherem berufen. Grund dafür ist nicht nur die Dominanz, mit der die Mannschaft in der vergangenen Saison durch die Kreisliga marschiert ist, sondern vor allem auch die Tatsache, dass die Erkelenzer Zweitvertretung mit Routinier Ernst-Willi Jennessen vom JTTC Hochneukirch eine renommierte Verstärkung für das Spitzenpaarkreuz hinzugewonnen hat.

Auf einen Blick

Quelle: RP

 
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