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Globetrotter will nun Wurzeln fassen

zuletzt aktualisiert: 07.08.2010

Einen prima Eindruck im Beecker Trikot hatte am 18. Mai im Freundschaftsspiel gegen Zweitligist RW Oberhausen Blerim Rrustemi hinterlassen. Zur Krönung köpfte der 27-Jährige, der als Gastspieler eingesetzt wurde, im Waldstadion sogar das 2:1-Siegtor des FC.

Blerim Rrustemi  Foto: RPO
Blerim Rrustemi Foto: RPO

Auf derartige Vorstellungen hoffen die Kleeblätter nun auch in der Meisterschaft. Denn elf Tage später unterschrieb der gebürtige Kosovo-Albaner mit kanadischem Pass beim FC. Womit Beeck nun einen echten Globetrotter in seinen Reihen hat. Denn der Innenverteidiger, der gerne auch vor der Abwehr spielt, hat schon in sechs Ländern gekickt. Als er 13 Jahre alt war, siedelte er mit der Familie nach Toronto über. Sein erster Verein war dort Supra Toronto, ehe er noch in der Jugend zum brasilianischen Club Portuguesa Sao Paulo wechselte.

Nach einem kurzen Abstecher zurück nach Toronto unterschrieb Rrustemi beim Defensor Sporting Club in Uruguay seinen ersten Profi-Vertrag. Dort spielte er anderthalb Jahre – mit heute prominenten Mitspielern. "Sechs Akteure von damals standen nun im WM-Aufgebot Uruguays", erzählt Rrustemi. Und Pablo Forlan war dort sein Berater – der Vater von Diego Forlan, bei der WM in Südafrika zum besten Spieler des Turniers gewählt.

Über seinen in Rheydt wohnenden Bruder kam Rrustemi (bislang drei Länderspiele für Albanien) 2004 zu Borussia Mönchengladbach II, für die er drei Jahre auflief. Von dort führte ihn der Weg zuerst zum dänischen Club AC Horsens, ehe er 2008 nach einem kurzen Gastspiel bei RW Erfurt nach Albanien zurückkehrte und dort für Alki Larnaka spielte.

Nun also Beeck. "Ich möchte einfach heimisch werden", sagt Rrustemi, der vor einigen Jahren mit seinem Bruder in Rheydt ein Haus gekauft hat und dort auch wohnt. Mit dem FC hat er nun einiges vor. "Mit Platz zwölf wäre ich überhaupt nicht zufrieden, mindestens ein einstelliger Platz soll es schon werden", betont der ebenso aggressive wie polyglotte Verteidiger, der sechs Sprachen beherrscht.

Und auch auf dem Platz spricht er viel. "Ich organisiere eben gerne", meint Rrustemi, der zudem ebenso zweikampf- wie kopfballstark ist. Umgekehrt als größte Schwäche sieht er selbst seinen mangelnden Antritt. "Vor zwei, drei Jahren war ich wesentlich schneller. Da muss ich wieder hinkommen."

MARIO EMONDS

Quelle: RP

 
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