Triathlon: Görtz beim Ironman auf Hawaii dabei
VON HANS GROOB - zuletzt aktualisiert: 09.07.2010Exakt 2229 starteten morgens um 7 Uhr in die 12. Auflage des Kärten-Ironman-Triathlon Austria. Auch für Beate Görtz aus Doveren präsentierte sich der Wörthersee spiegelglatt, als sich die Teilnehmer auf die zu schwimmenden 3,8 Kilometer machten.
Nach 180 Kilometern auf dem Rennrad und 42,195 Kilometer in Laufschuhen hatte die Späteinsteigerin in diesem Extremsport nicht nur in ihrer Altersklassen (40 bis 44 Jahre) als Beste die Stoppuhr zum Stillstand gebracht, war auch beste Deutsche.
Herausragendes Ereignis für die 41-jährige Maschinenbautechnikerin war jedoch der dritte Gesamtrang unter 291 in der Damenklasse in 9:38:56 Stunden. Sie hätte es fast noch geschafft die auf Platz zwei gewertete 28 jährige Dänin Karina Ottosen (9:34:50) einzuholen, war aber dennoch mit diesem Ergebnis hochzufrieden, zumal die elf Jahre jüngere Siegerin Eva Dollinger (9:18:50 ) aus dem östereichichen Profilager kam, zudem Olympiateilnehmerin ist.
In einer Pressekonferenz in Köln zeigte Beate Görtz sich sichtlich zufrieden und entspannt: "Mir geht es super, ich habe noch nicht mal Muskelkater". Dabei deutete sie an, dass sie jetzt alles daran setzen werde, die Erfüllung ihres Traumes auch zu Ende zu bringen. Die Qualifikation zum Ironman auf Hawaii ist als Teil eins geschafft, im Oktober soll dann der Höhepunkt folgen: Start in Kaulua-Kona, Schwimmstrecke im offenen Meer, Radfahren durch die Lavafelder und Marathon bis zum Forschungslabor "Natural Energy Lab" und bis zum Ziel auf dem Alii Drive.
Mit Trainer Frederik Martin , der sie beim ASV Köln-Triathlon betreut, werden jetzt die Trainingspläne bis Hawaii festgelegt. Und dann gilt es auch noch die NRW-Meisterschaft zu verteidigen, die hatte Beate Görtz im vergangenen Jahr auf der Langdistanz gewonnen.
Natürlich hofft die 41-Jährige, dass vielleicht auch der ein oder andere Sponsor auf sie aufmerksam wird, zumal ihre in Kärnten erzielte Zeit von 9:38:56 Stunden für dieses Jahr weltweit die Bestmarke in der Altersklasse 40 der Frauen bedeutet. Weil sie am Wörthersee noch als Amateurin gemeldet war, gingen ihr immerhin 4000 US-Dollar Preisgeld durch die Lappen – die waren nur für Profis bestimmt.
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