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Fußball: Hans Zohrens Lebenswerk

VON HERBERT GRASS - zuletzt aktualisiert: 26.05.2010

50 Jahre "Jugend spielt für Europa" wurde in Wassenberg gefeiert.

Fußballprofi Lewis Holtby, einst bei den Jugendfahrten dabei, machte den Anstoß zum Turnier.
Der Gerderather Lewis Holtby, Fußballprofi in Aachen, Schalke und jetzt Bochum, war auch bei Jugendfahrten dabei.  Foto: RPO
Der Gerderather Lewis Holtby, Fußballprofi in Aachen, Schalke und jetzt Bochum, war auch bei Jugendfahrten dabei. Foto: RPO

Ihr 50-Jähriges feierte die Jugendfahrtenabteilung, die zwar dem FC Concordia Birgelen angeschlossen ist, aber doch stets ihre Eigenständigkeit bewahrt hat, am langen Pfingstwochenende. "Mann der ersten Stunde" und Gründungsvater der Bewegung ist der 69jährige Hans Zohren, der damals als Wassenberger "Viktorianer" angefangen hat.

Bereits am Mittwoch begrüßte Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens, auch Schirmherr der Veranstaltung die Gastmannschaften aus Ungarn, Polen, Rumänien, Tschechien und den Niederlanden. Im Anschluss an das große Bankett am Freitag, das auch Ehrenschirmherr Landrat Stephan Pusch nutzte, die internationale Begegnung herauszustellen, stand nach Hissen der Nationalflaggen dem Anpfiff des ersten Turnierspiels nichts mehr im Weg. Den ersten Anstoß machte dann Fußballprofi Lewis Holtby, einst als Jungkicker selbst mit Hans Zohren und dessen Jugendfahrten auf Reisen gewesen.

Info

Die beiden Turniere

U-19 (A-Junioren): Spiel um Platz drei: (Elfmeterschießen) Krumlov – Unterbach 4:3. Finale: Szombathely – Schafhausen 6:0. U-17 (B-Junioren): Spiel um Platz drei: Sparta Gerderath – Union Schafhausen 5:4 nach Strafstoßschießen. Endspiel: Szombathely (Ungarn) – Arad/Rumänien 1:0.

U-15 (C-Junioren): 1. Arad/Rumänien, 2. SSV Bergneustadt, SC Unterbach. Arad siegte jeweils 1:0 gegen die Kicker aus Bergneustadt und aus Unterbach.

Dass Zohren und seine Abteilung die Aktivitäten allerdings nicht nur aufs Kicken beschränkt, wurde an anderen Aktivitäten deutlich. So wurden die Gäste zu einer Tagesfahrt in die alte Kaiserstadt Aachen eingeladen. Ziel war der neue Tivoli, das Reitstadion, aber natürlich auch die Stadt selbst und der Dom. Als sachkundiger Reiseleiter erwies sich da Zohrens "Mädchen für Alles", Fabian Pramel. Als Aachener Architekturstudent kennt er sich jedenfalls in Aachen bestens aus. Aber auch sonst war Pramel an vorderster Front in die Organisation der Turnierserie eingebunden. Auch schon über Ostern, als trotz widriger Witterungsverhältnisse Bambini, F-, E- und D-Junioren das Jubiläum eingeläutet hatten. Die älteren Kicker wurden dafür jetzt aber mit "Kaiserwetter" belohnt bei den Turnieren auf der Wassenberger Sportanlage am "Wingertsberg".

Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens (hinter dem A von Polska) empfing die internationalen Fußballgäste vor und im Rathaus. Mit dabei auch die Turnierorganisatoren Fabian Pramel und Hans Zohren (re. neben Winkens). Foto: RPO

Extraklasse zeigte der Nachwuchs des ungarischen Erstligisten Szombathely. Die Jungs, alle in der Fußballakademie der Magyaren ausgebildet, beeindruckten nicht nur ihre Gegner, sondern begeisterten die Zuschauer, darunter Landrat Pusch und Sparkassen-Vorstandsmitglied Thomas Pennartz, der für die fördernde Sparkassenstiftung zum Jubiläum gratulierte: "Es ist gut, dass es zu einer echten Völkerverständigung kommt." Voll des Lobes ob der technischen Fähigkeiten der Ungarn, vor allem aber auch über deren Fairneß, äußersten sich die beiden Schiedsrichter Theo Meissner und Albrecht Hovemann.

Nach der wieder gelungenen internationalen Jugendbegegnung dürften die vielen Gäste wohl zufrieden die Heimreise angetreten, und die Organisatoren sich nach monatelanger Vorbereitung zufrieden zurückgelegt haben. "All das wäre aber ohne finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Sportjugend und die Kreissparkasse Heinsberg so nicht möglich", meinte Turnierchef Hans Zohren.

Quelle: RP

 
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