Fußball: Kneten in Beeck, Kicken beim SVH
zuletzt aktualisiert: 11.09.2010Gut möglich, dass sich so mancher Anhänger des SV Helpenstein am Donnerstagabend folgende Frage gestellt hat: "Was wäre eigentlich drin, wenn der Nix immer dabei wäre?" Da verlor der SVH gegen Topfavorit STV Lövenich zwar 3:5, doch David Nix lochte für die Heimelf immerhin zweimal ein.
Allzu häufig wird das aber nicht passieren können – auch morgen nicht, wenn die Helpensteiner mit dem SV Holzweiler das nächste Spitzenteam erwarten. Denn da ist Nix ein paar Kilometer weiter beschäftigt: beim Spiel des FC Wegberg-Beeck gegen den VfB Hüls – seit Juli ist der 25-Jährige Beecks Physiotherapeut. "Das hat natürlich Priorität. Die Helpensteiner wissen, dass ich nur dann mittrainieren und -spielen kann, wenn ich nicht für den FC im Einsatz bin", sagt der echte Beecker Jung, der die komplette Jugend und das erste Seniorenjahr auch für den FC spielte.
2005 verließ er den Club, ging erst zum SV Helpenstein und später zum SC 09 Erkelenz – und begann vor allem aber seine dreijährige Ausbildung zum Physiotherapeuten, der sich im niederländischen Heerlen ein einjähriges Bachelor-Studium anschloss. "Zum Abschied sagte mir damals Beecks Geschäftsführer Helmut Waldhaus, dass wir uns nach Beendigung meiner Ausbildung mal wieder sprechen sollten." Im September 2009 war Nix fertig, stieg hauptberuflich im Wegberger PhysioPlan ein.
Und als sich dann abzeichnete, dass Monique Dorda, seine Vorgängerin beim FC, am Saisonende aufhören würde, wusste Waldhaus, wen er anrufen musste. Womit Beeck nach längerer Zeit (der letzte war bis 2007 Thomas Skawinski) mal wieder einen männlichen "Physio" hat. Vor Dorda machte den Job zwei Jahre lang mit Nadine Maschinsky ein weiteres Mädel.
"Die Jungs sind glaube ich ganz froh, jetzt mal wieder einen männlichen Physiotherapeuten zu haben, mit dem man einfach offener reden kann", vermutet Nix. Zumal er ja selbst Fußballer ist. Bei drei der vier wöchentlichen Trainingseinheiten plus natürlich den Spielen ist er dabei – in der intensiven Vorbereitung war er gar bei jeder Einheit vor Ort.
Gelegenheit, die Jungs richtig kennenzulernen, hat er in den bislang knapp zweieinhalb Monaten also schon mehr als ausreichend gehabt. Dass die Ausrüstung beim FC bestens ist, war für ihn dabei keine Überraschung. Wohl aber etwas anderes: "Ich hätte nicht gedacht, dass das so eine coole Truppe ist."
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