Punkteausbeuteist prima, vieles andere schlecht
zuletzt aktualisiert: 28.11.2008a Nur einen Punkt Rückstand auf Platz eins: Da sollte man meinen, dass bei Frank Strothkämper, Coach des SV Schwanenberg, eitel Sonnenschein herrscht – tut’s aber ganz und gar nicht. Das erfuhr RP-Mitarbeiter Mario Emonds im Gespräch mit dem Trainer.
Noch vier Spiele bis zur Winterpause – wie lautet da Ihr Zwischenfazit?
Strothkämper Die Punkteausbeute ist sensationell, die Trainingsbeteiligung katastrophal, die Einstellung schlecht, und die Spielleistungen liegen weit hinter den Erwartungen zurück.
Nanu! Das ist aber ein sehr ungewöhnliches Fazit für den Trainer eines Tabellenzweiten.
Strothkämper Ja, aber dazu habe ich auch allen Grund. Wären nicht die A-Jugendlichen, würde mir beim Training oft nur eine einstellige Spielerzahl zur Verfügung stehen – teils sicherlich auch berufs- und verletzungsbedingt.
Was genau kritisieren Sie bei der Einstellung?
Strothkämper Das fängt bei der Kondition an. Etliche sind in einer schlechten körperlichen Verfassung. Die haben einfach nicht die nötige Fitness, um ein anderes System zu spielen, als sich in jedem Spiel am Ende einfach nur über die Runden zu retten. Da können wir stets nur noch Konter über Danny Kloppmann und André Feiter spielen – zu mehr reicht’s dann nicht mehr. Und das setzt sich bei der Einstimmung auf ein Spiel fort. Ich wünsche mir, dass sich die Spieler das Wochenende über ein klein wenig mehr auf das anstehende Spiel vorbereiten würden . . .
Passend dazu haben Sie alle drei Spitzenspiele daheim verloren.
Strothkämper Ja, und das kommt für mich daher auch alles andere als überraschend. Kaum nachvollziehbar ist für mich dagegen, dass wir so gut dastehen. Ganz oben werden wir auf Dauer aber nicht angreifen können. So, wie es zurzeit läuft, werden wir am Ende irgendwo zwischen Platz drei und sechs landen – und das, obwohl die Unterstützung durch den Vorstand klasse ist. Da fehlt’s wirklich an nichts.
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