Kampfsport: „Schattenboxen“
VON ANDREAS ROTH - zuletzt aktualisiert: 29.11.2006Han Kook Erkelenz und Hückelhoven organisierten in der Erka-Sporthalle das größte Nachwuchsturnier der Taekwondo-Union Nordrhein-Westfalen. 230 Mädchen und Jungen beim Poomsae-Cup.
Am Internationalen Poomsae-Cup beteiligten sich immerhin 230 Nachwuchssportler aus NRW und sogar Niedersachsen. Begrüßt wurden sie auch vom Erkelenzer Bürgermeister Peter Jansen sowie den Vorsitzenden der Stadtsportverbände Hückelhoven (Hans-Josef Geiser) und Erkelenz (Heinz Musch).
Nachdem der ursprüngliche Ausrichter den Wettkampf absagen musste, erklärten sich die beiden Taekwondo-Vereine Han Kook Hückelhoven und Han Kook Erkelenz kurzfristig bereit, dieses wichtige Turnier durchzuführen. Und sie fanden mit der ERKA-Sporthalle eine gute Wettkampfstätte, in der die Nachwuchssportler ihr Können in der Disziplin Formen den Experten zur Bewertung präsentierten.
Die Formen, in der koreanischen Fachsprache „Poomsae“ genannt, sind Kämpfe gegen imaginäre Gegner („Schattenboxen“. Der Bewegungsablauf ist wie beim Tanzen streng vorgegeben. Neben einer guten Ausführung der Einzeltechniken kommt es auch auf die Interpretation von Bewegungssequenzen an, was durch den gezielten Einsatz von Körperspannung und -entspannung, verbunden mit der Atmung, erreicht wird. Der Wettbewerb wird als Einzelwettbewerb und auch als Paarlauf durchgeführt bei dem dann das synchrone Laufen der Form der zwei oder drei Teilnehmer bewertet.
Nachdem die Wettbewerbe in 38 Startklassen erfolgreich beendet wurden, zeichneten die beiden Vereinsvorsitzenden Dieter Bransch (Hückelhoven) und Thomas Hermanns (Erkelenz) die Mannschaftssieger aus. Der zahlenmäßig stärkste Verein SV Bayer Wuppertal nahm den Sieg vor TUS 59 Hamm und TSV Victoria Mülheim mit nach Hause.
Aber auch die Sportler der gastgebenden Vereine, Alicia Stratmann, Sarah Nöthe, Jana Schröder und Lisa Merki brauchten sich nicht hinter den Leistungen der Aktiven aus den großen Vereine zu verstecken. Im Synchronwettbewerb belegten Alicia, Sarah und Jana den zweiten Platz. Im Einzelwettbewerb hatten sie dann nicht soviel Glück, sich in die Pokalränge vorzuschieben, teilweise ging es aber sehr knapp am „Treppchen“ vorbei.
Auch wenn die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt standen, so erntete eine Demonstration der Kampfkunst Hapkido in der Pause großen Beifall. Im Übrigen eine Novität bei einer solchen Veranstaltung. Unter dem Staunen der fast 500 Zuschauer zeigte das Demoteam der Deutschen Hapkido Federation unter der Leitung von Großmeister Josef Römers neben akrobatischen Fall- und Selbstverteidigungsübungen eindrucksvolle Techniken der Schwertkunst.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum