Schock: Zajas fällt wohl lange aus
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 03.09.2010Beim Training am Dienstag zog sich Beecks Sechser und Motor David Zajas wahrscheinlich einen Innenbandriss zu. Eine Kernspintomographie am Montag wird Sicherheit bringen. Am Sonntag steht die Partie beim MSV Duisburg II an. FC-Torjäger Denis Pozder trifft auf seinen alten Verein.
Das Unglück passierte beim Dienstagtraining: Bei einem Pressschlag mit Blerim Rrustemi zog sich David Zajas höchstwahrscheinlich einen Innenbandriss im linken Knie zu. Endgültigen Aufschluss wird eine Kernspintomographie am Montag geben. Damit fällt beim FC Wegberg-Beeck nach Michael Enache nun auch der zweite etatmäßige Sechser aus – im Unterschied zum Kapitän sogar für lange Zeit.
"Es war eine Aktion, wie sie im Training 100 Mal vorkommt", kommentierte Coach André Sieberichs geschockt den Ausfall des wohl wichtigsten Spielers. In den ersten drei Begegnungen war Zajas das Herz der Mannschaft, räumte hinten ab und kurbelte dazu unermüdlich das Spiel nach vorne an. "Den David können wir nicht gleichwertig ersetzen", erklärt Sieberichs.
Vor fünf Jahren 3:4
In Meiderich Das bislang letzte Mal spielte Beeck beim MSV II am 25. September 2005 in der Oberliga Nordrhein. Trotz dreimaliger Führung verlor der FC durch einen Doppelschlag zehn Minuten vor Schluss noch 3:4. Für Beeck trafen Johannes Walbaum (2) und Sascha Wilms. Neben "Walli" wirkte aus dem heutigen Kader Arian Berkigt mit – auf der Zehn.
Onwuneme noch länger gesperrt
Angesichts dieser Hiobsbotschaft mutet eine weitere schlechte Nachricht fast wie eine Petitesse an: Der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletik-Verband hat dem ursprünglich noch bis zum 11. Oktober gesperrten Neuzugang Godwin Onwuneme nun erst die Spielberechtigung zum 29. November erteilt. Grund: Da der Spieler zwischenzeitlich vereinslos war, wurde exakt diese Zeit auf die abzuleistende Sperre draufgesattelt.
Unangenehmes droht Beeck aber auch am Sonntag im Gastspiel beim MSV Duisburg II. Da die Erste und Zweite Liga wegen der EM-Qualifikationsspiele pausieren, könnten die Zebras kräftigen personellen Zuwachs von oben bekommen. "Ich werde mein Team daher nicht so intensiv auf den Gegner vorbereiten wie sonst", sagt Sieberichs. Dessen ungeachtet hat Co-Trainer Friedel Henßen vergangenen Freitag die Zebras beim 0:3 in Siegen unter die Lupe genommen.
Weit mehr beschäftigt Sieberichs nun aber erst einmal die eigene Aufstellung. Denkbar sind zwei Varianten: Neben Johannes Walbaum rücken entweder Patrick Ajani oder Daniel Klinger vor die Abwehr, oder aber die Doppel-Sechs wird aufgelöst und auf Raute umgestellt – dann wohl mit Arian Berkigt als Zehner. "Auch das ist eine Option", bestätigt der Coach.
Besonders heiß auf Sonntag ist Beecks bislang viermal erfolgreicher Torjäger Denis Pozder – die vergangenen zwei Jahre spielte er schließlich für die MSV-Zweite. "Das ist schon ein besonderes Spiel für mich, bei dem ich gerne auch mein Tor machen würde", bekennt der 20-Jährige.
Trainer der MSV-Reserve ist im zweiten Jahr Markus Reiter. Der Ex-Profi (50 Bundesliga- und 28 Zweitligaspiele für Borussia Mönchengladbach, MSV Duisburg und Spvg. Greuther Fürth) wünscht sich gegenüber der Vorsaison vor allem eines: mehr Konstanz. "Wir wollen eine sorgenfreie Saison spielen, uns zwischen Platz sieben und neun einpendeln", erklärt der 34-Jährige.
Germania Windeck geschlagen
Der steht zudem vor der Aufgabe, ein komplett neues Team zu formen: 13 Spieler gingen im Sommer, 14 kamen. Reiter: "Das ist im Profibereich halt das Los einer Zweiten Mannschaft." Bislang haben die Zebras vier Punkte gesammelt. Den Sieg fuhren sie dabei im ersten Heimspiel ein – mit 2:1 gegen den Topfavoriten Germania Windeck, der damit wenige Tage nach dem DFB-Pokalspiel gegen Bayern München (0:4) vor 41 000 Zuschauern im Kölner RheinEnergie-Stadion recht unsanft wieder in den Ligaalltag zurückgeholt wurde.
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