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Schweres Los: Beeck reist zu Favoritenschreck Hilal

VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 10.11.2009

Wenn das Pokallos einem Mittelrheinligisten die Reise zu einem Landesligisten beschert, dann sollte man meinen, dass der Klassenhöhere damit so unzufrieden nicht ist. Exakt eine derartige Aufgabe zog Losfee Johanna Elsig, U 19-Nationalspielerin Bayer Leverkusens, gestern Abend im Studio des Kölner Lokalfernsehsenders center.tv für den FC Wegberg-Beeck: Die Kleeblätter treten in der 2. Runde des Mittelrheinpokals am Samstag, 21. November, um 14 Uhr bei Hilal Maroc Bergheim an.

Alles andere als Begeisterungsstürme entfacht das freilich bei FC-Coach André Sieberichs: "Das ist ein ganz schweres Los, ich hätte mir was anderes gewünscht." Was sich nicht nur auf den Umstand bezieht, dass in Bergheim vermutlich ein Aschenplatz auf den FC wartet.

Noch weit relevanter sind da die aktuellen Leistungsnachweise von Hilal: Der Landesliga-Aufsteiger der Staffel 2 hat sich nach Anlaufschwierigkeiten in der neuen Umgebung prima akklimatisiert, hat die letzten fünf Spiele allesamt gewonnen (darunter mit 2:1 auch bei Tabellenführer SV Rott), ist damit auf Rang fünf geklettert. Und in der letztjährigen FVM-Pokalrunde setzte Bergheim mehr als nur zarte Duftmarken: Das überwiegend von marokkanischen Akteuren gebildete Team warf unter anderem Mittelrheinligist Borussia Freialdenhoven mit 3:2 raus, wurde erst im Halbfinale vom jetzigen Regionalligisten Bonner SC gestoppt – und das erst nach Elfmeterschießen 5:6.

"Für uns ist das eindeutig das Spiel des Jahres", bekräftigt Maroc-Coach Konrad Czarnetzki. Der bald 43-Jährige ist in Beeck alles andere als ein Unbekannter, trug er doch von 1995 bis '98 selbst für drei Jahre das FC-Trikot, feierte '96 gar als Kapitän den Aufstieg in die Oberliga.

Eine wohl leichtere Aufgabe wartet auf den zweiten "Heinsberger": Beecks zuletzt schwächelnder Liga-Kollege Germania Teveren tritt bei Bezirksligist BW Alsdorf an. Und bei den Frauen erwartet der Heinsberger Vertreter, Verbandsligist SV Viktoria Waldenrath/Straeten, den Regionalligisten Rot-Weiß Merl.

Quelle: RP

 
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