Sekt erst nach dem Pipi
zuletzt aktualisiert: 19.10.2007Deutsche Meisterschaft der Kunstradsport-Elite in Elsenfeld bei Aschaffenburg. Viktoria Erkelenz-Hoven gewann
Silber und Bronze sowie zwei vierte Plätze. Sechser ließ in der Kür ungewohnte Fehler zu.Von Nach den glänzenden Ergebnissen vor drei Wochen beim Deutschlandpokal in Bremen gehörten die vier Teams des Radsportvereins Viktoria Erkelenz-Hoven natürlich auch bei Deutschen Hallenradsportmeisterschaft der Elite, die in Elsenfeld bei Aschaffenburg stattfand, zu den Medaillenanwärtern.
„Eisbrecher“ für die Hovener war die 2. Mannschaft im 4er Kunstfahren der Elite, denn Stefan Strick, Daniel Schnitzler, Heinz-Rüdiger Sprick und Tobias Laufs rollten mit der vierthöchsten Schwierigkeit auf das Parkett der Sparkassen-Arena. Gekonnt und nach Meinung ihres Trainergespanns Andrea Ulrichs und Friedbert Laufs ohne größere Fehler, spulten sie ihre in unzähligen Trainingsstunden eingeübte Kür ab. Verwunderung dann bei der Bewertung von nur 329,00 Punkten, die auch nach Ansicht des fachkundigen Publikums zu niedrig ausgefallen war – Platz vier.
Mit den beiden letzten Startern in dieser Disziplin stand, wie in den letzten Jahren, das Duell des Meisters gegen den Vizemeister im Mittelpunkt – RSV Concordia Erlenbach kontra Viktoria Erkelenz-Hoven I. Oliver Klosa, Jendrik Laufs, Sebastian Schnitzler und Markus Consoir hatten ihre Hausaufgaben unter der fachkundigen Regie ihrer Trainer Margret und Karl-Heinz Laufs in Hinblick auf diesen Saisonhöhepunkt bewältigt. Unmittelbar vor Erlenbach startend, zeigte das Erka-Quartett eine gewohnt saubere und mit viel Routine vorgeführte Kür. Erlenbach war gefordert, hielt aber dem Druck Stand und bot ebenfalls großen Sport. Wie schon in den zwei Jahren zuvor, holte sich das Team aus Heilbronn mit 349,85 Punkten vor Hoven I (343,24) den Meistertitel.
Im dritten Jahr in der Frauenklasse hat sich Viktoria Hovenes Viererreigen dank einer harmonisch vorgetragenen Kür, für die es 347,40 Punkte gab, jetzt wohl endgültig in die deutschen Spitzenklasse vorgefahren. Dabei mussten sich die Pia Kremer, Eva und Hannah Laufs sowie Ramona Sowa in dem 15 Mannschaften umfassenden Starterfeld nur der ersten und zweiten Mannschaften vom RMSV Aach/Singen geschlagen geben. Obwohl die Freude bei den Sportlerinnen sowie deren Trainern Andrea Ulrichs und Friedbert Laufs riesig war, musste man wegen eines Glases Sekt nach der Siegerehrung aber in Geduld üben, da Hannah zur Dopingkontrolle ausgelost worden war. Und die kann bekanntlich dauern . . .
Den Abschluss der DM in Elsenfeld bildete das 6er Kunstfahren der Elite. Als Deutscher Meister und nach Platz eins beim Deutschlandpokal 2007 in Bremen zählten die Viktorianer Oliver Klosa, Sebastian Schnitzler, Jendrik und Tobias Laufs, Markus Consoir und Christoph Wolter zu den Topfavoriten. Als das von Margret und Karl-Heinz Laufs trainierte Team nach dem sechs Minuten dauernden Vortrag und dem Schlussruf von Mannschaftsführer Oliver Klosa vom Rad stieg, war klar, dass das Saisonziel verfehlt worden war. In der Kür hatten sich für die Mannschaft eher ungewohnte Fehler eingeschlichen, die bei der Leistungsdichte des Teilnehmerfeldes nicht zu kompensieren waren. Da blieb für das Erka-Sextett bei 341,18 Punkten nur der undankbare vierte Platz.
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