Fußball: Sieg – damit's ein netter Abend wird
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 17.09.2010Bereits morgen und zu ungewohnter Zeit (Anstoß 17.30 Uhr) spielt Beeck beim westfälischen Mitaufsteiger Spvgg. Erkenschwick im Stimbergstadion. Nach dem Spiel ist ein Kameradschaftsabend in der Kölner Altstadt geplant. Mit einem Dreier würde es sich natürlich weit besser feiern lassen.
Einen Dreier wünscht sich natürlich jeder Trainer und jede Mannschaft für jedes Spiel. Für die Partie des FC Wegberg-Beeck morgen bei der Spvgg. Erkenschwick zu ungewöhnlicher Anstoßzeit (17.30 Uhr im traditionsreichen Stimbergstadion) gilt das aber im besonderen Maße – aus gleich zwei Gründen. Zum einen möchte der FC gegen einen sicherlich nicht übermächtigen Gegner wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. "Nach drei Spielen, die nur einen Punkt gebracht haben, wird's einfach mal wieder Zeit für einen Dreier – auch mit Blick auf die beiden kommenden schweren Aufgaben gegen Germania Windeck und bei den Sportfreunden Siegen", bekräftigt Coach André Sieberichs.
FC-Personal
Fraglich Patrick Ajani (Bänderdehnung im Fuß; hat diese Woche bislang nur Lauftraining absolviert).
Nicht dabei David Zajas (ebenfalls nur Lauftraining), Johannes Walbaum (langzeitverletzt).
Aufstellung Fällt Ajani aus, rückt Blerim Rrustemi zurück in die Kette. Ümit Mert würde dann wohl wieder in die Anfangself rutschen.
Auf dem Tivoli beobachtet
Zum anderen ist nach dem Spiel ein Kameradschaftsabend in der Kölner Altstadt geplant. "Mit einer Niederlage im Gepäck würde es sich natürlich weitaus schlechter feiern lassen", meint Sieberichs, der die Spvgg. beim 3:2-Sieg bei Alemannia Aachen II beobachtet hat. Ein Spiel, das für den Aufsteiger aus der Westfalenliga, Staffel 2, in doppelter Hinsicht herausragend war: Erstens war's der bislang einzige Sieg, zweitens waren's auch die bislang einzigen Tore – in allen vier weiteren Begegnungen ist Erkenschwick leer ausgegangen.
Alle drei Treffer erzielte auf dem Tivoli Stefan Oerterer – und der hatte mit 29 Toren in der Vorsaison bereits maßgeblichen Anteil am Aufstieg. "In Aachen hat Erkenschwick aus drei Chancen drei Tore gemacht", sagt Sieberichs anerkennend. Genau diese Effizienz wünscht sich der 42-Jährige nun auch einmal von seinen Jungs: "In den beiden ersten Spielen gegen Rhynern und in Bergisch Gladbach haben wir jeweils aus der ersten Chance gleich ein Tor gemacht. In den folgenden drei Partien war das Gegenteil der Fall, haben wir viele hochkarätige Chancen vergeben. Ich wünsche mir daher einfach, dass wir aus drei Chancen mal wieder zwei Tore machen."
Aus den beiden Partien gegen den VfB Hüls (0:0) und Erkenschwick hatte Beecks Coach vier Punkte anvisiert – folglich muss morgen ein Dreier her. "Dann könnten wir mit dem Start wirklich zufrieden sein, wären richtig gut dabei", untermauert Sieberichs, der ein "50:50-Spiel" erwartet.
Erkenschwick trainiert seit Oktober 2008 Jürgen Wielert. Der 50-jährige Ex-Profi (18 Bundesligaspiele für den VfL Bochum, ein Tor) skizziert die Stärken seines Teams wie folgt: "Mannschaftliche Geschlossenheit, Einsatzfreude, unbedingter Siegeswille und ein überragender Teamgeist." Immerhin ist seine Elf zuhause noch ungeschlagen, hat gegen Windeck und den MSV Duisburg II jeweils 0:0 gespielt.
Apropos 0:0: Bei Beecks torlosem Remis gegen Hüls saß Stefan Blank auf der Tribüne. Der frühere Profi unter anderem Alemannia Aachens ist seit dieser Saison Erkenschwicks Sportlicher Leiter. Bundesweit bekannt wurde Blank im Februar 2004, als er beim Aachener 2:1-Sieg gegen Bayern München im DFB-Pokal das 1:0 erzielte – sein herrlicher Weitschuss wurde später zum Tor des Monats gewählt.
Übrigens: Zwar etwas weniger spektakulär, aber immerhin auch gegen die Bayern hatte Wielert im März 1986 seinen einzigen Bundesligatreffer erzielt: zum zwischenzeitlichen 1:5 bei Bochums 1:6-Niederlage im Münchener Olympiastadion. "Immerhin habe ich dem Jean-Marie Pfaff dabei aber den Ball durch die Beine geschossen", merkt Erkenschwicks Coach dazu schmunzelnd an.
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