Souverän zum vierten Titel
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 05.01.2009Der Favorit gab sich keine Blöße: Zum vierten Mal gewann der FC Wegberg-Beeck das Erka-Turnier – und das unangefochten: Alle neun Spiele gewann der FC. Im abwechslungsreichen Finale schlug er den Ausrichter 6:4.
Der Favorit fiel nicht, und er wankte auch nicht: Völlig souverän holte sich der FC Wegberg-Beeck bei der 23. Auflage des großen Turniers des SC 09 Erkelenz, das in der Karl-Fischer-Sporthalle zum sechsten Mal als Willy-Stein-Gedächtnisturnier gespielt wurde, zum vierten Mal den Titel. Neun Spiele, neun zumeist auch deutliche Siege lautete am Ende die Bilanz für den Mittelrheinligisten.
Vor prima Kulisse besiegten die Kleeblätter dabei in einem recht abwechslungsreichen Endspiel Gastgeber SC 09 6:4. Sven Besancon brachte die Hausherren zwar in Front, doch danach drehten das Dominik Bischoff, Pascal Friedrich, Danny Fäuster und erneut Bischoff in eine 4:1-Führung. Marcel Holterbosch und Dennis Jansen sorgten dann wieder für Spannung. Wieder Fäuster sowie Arian Berkigt per Foulneunmeter stellten danach jedoch wieder den alten Drei-Tore-Abstand her, ehe Holterbosch noch einmal verkürzte.
Drei Platzverweise
Drei Rote Karten gab es – zwei davon im Vorrundenspiel zwischen dem SC 09 Erkelenz II und dem dem SC Wegberg (3:2). Wegbergs Fehmi Gjosba erwischte es wegen einer Tätlichkeit, 09er Christian Göbner wegen des folgenden Revanchefouls. Kurios der Platzverweis für Uevekovens Dirk Hlavsa im Halbfinale gegen Beeck: Er leckte in einem „Nahduell“ Kontrahent Patrick Ajani über die Nase. Bleibt die spannende Frage, wie diese recht eigenwillige Form der Liebkosung sportjuristisch zu bewerten ist: Tätlichkeit oder Unsportlichkeit . . .
Genau die Hälfte der Tore war zuvor im Kleinen Finale gefallen. Dabei schlug der SV Schwanenberg die Sportfreunde Uevekoven 3:2. André Feiter schoss den SV in Front, Thorsten Löß egalisierte. Mit zwei Toren brachte Christian Theißen die „Schwäne“ danach vorentscheidend 3:1 in Front, ehe Tim Offermanns noch einmal für Spannung sorgte.
Letztere gab es auch speziell im ersten Halbfinale zwischen Erkelenz und Schwanenberg. Marcel Holterbosch brachte die 09er in Führung, ehe „Oldie“ Thorsten Maaßen mit einem sehenswerten Treffer ausglich. Olaf Mayer schoss die Gastgeber dann mit seinem Treffer zum 2:1 ins Endspiel.
Einigen Widerstand hatte im zweiten Semifinale auch Beeck beim 5:3 gegen Uevekoven zu brechen. Die Torfolge: 1:0 Idris Börek, 1:1 Marcel von Dahlen (dabei luchste er Beecks Keeper Pierre Mendes da Costa den Ball ab, als der ihn „vernaschen“ wollte), 2:1 Börek, 3:1 Berkigt, 3:2 Daniel Marschalk, 4:2 Börek, 4:3 Patrick Jäger, 5:3 Dennis Puhl.
Aufregend
Das aufregendste Spiel der Zwischenrunde hatten sich Erkelenz und Titelverteidiger Viktoria Katzem geliefert: Sekunden vor Schluss stand es 3:3, als Viktorias Marc Jansen in einer 2:1-Überzahlsituation den Ball vertändelte und damit den Sieg vergab. Der gelang dann mit der Schlusssirene noch den Erkelenzern. Hätten die 09er verloren, hätte ihre Weiterkommen auf der Kippe gestanden. Katzem war bereits zuvor aus dem Rennen.
Hoch her war es auch in der Vorrunde zwischen der SC 09-Reserve und dem SC Wegberg gegangen. Neben den zwei Platzverweisen (siehe Info) sorgte auch Wegbergs Mahir Gezer für Aufregung. Der hatte seine guten Manieren zuhause gelassen, warf 09-Coach Franz Frings einige üble Ausdrücke an den Kopf und räumte nach dem letzten Spiel, dem 1:6 gegen Schwanenberg, auf den Boden spuckend das Feld – Freunde machten sich die Wegberger mit ihrem Auftritt in Erkelenz nicht gerade.
Ansonsten ging aber recht gesittet zu. Allzu viel Arbeit hatten die Schiedsrichter Christian Lex, Thomas Handschuhmacher, Benjamin Boyle, Sven Körfer und Florian Heselmann so nicht – und brachten ihrerseits auch keine Hektik ins Spiel. Insgesamt verhängten sie 15 Zeitstrafen.
Eine „Titelverteidigung“ feierte Schwanenberg beim Fairness-Cup, denn der SV erneut klar einheimste. Und wie im Vorjahr gewann wieder ein Beecker den Goldenen Schuh der Kreissparkasse: Mit zehn Treffern sicherte sich die Trophäe Dominik Bischoff vor Uevekovens Marcel von Dahlen (neun Tore).
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