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Fußball: Stadionfrage noch völlig offen

VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 09.07.2008

Eine Option für Beecks DFB-Pokal-Spiel gegen Aachen ist der Borussia-Park. Beim Workshop in Frankfurt wurden drei weitere Arenen genannt: Grotenburg Krefeld, Paul-Janes-Stadion Düsseldorf und Grenzlandstadion Rheydt.

Vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt: Günter Stroinski (re.) und Helmut Waldhaus vom FC Wegberg-Beeck.  Foto: RPO
Vor der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt: Günter Stroinski (re.) und Helmut Waldhaus vom FC Wegberg-Beeck. Foto: RPO

Mit vielen Fragen im Gepäck waren Geschäftsführer Helmut Waldhaus und Beiratsmitglied Günter Stroinski vom FC Wegberg-Beeck zum Workshop der am DFB-Pokal teilnehmenden Amateurvereine zur DFB-Zentrale nach Frankfurt gefahren. Um etliche Erkenntnisse reicher trat das Duo nach der gut vierstündigen Informationsveranstaltung den Heimweg an.

Die spannendste und drängendste Frage konnte dort aber natürlich nicht geklärt werden: die nach dem Spielort. Fakt ist, dass das heimische Waldstadion aus technisch-organisatorischen Gründen nur schwerlich in Frage kommt. „Wir würden eigentlich gerne im Borussia-Park spielen“, bekräftigte gegenüber der RP Waldhaus.

Noch keine Zeit gehabt

Info

Die Zeit drängt

Egal, wofür sich Beeck entscheidet – die Zeit drängt. „Diesen Freitag müssen wir dem DFB den Spielort schon nennen“, sagt Waldhaus. Am Montag wird der DFB dann die genauen Spieltermine (8. bis 10. August) bekanntgeben. Sechs stehen zur Auswahl: Freitag 20.30 Uhr (sechs Spiele), Samstag 15.30 Uhr (acht) und 19.30 Uhr (fünf), Sonntag 14.30 Uhr (fünf), 16 Uhr (drei) und 17.30 Uhr (vier). Spiel 32, das Livespiel in ARD oder ZDF, wird entweder am Donnerstag oder Montag ausgetragen.

Zunächst einmal muss Beeck nun aber mit Aachen sprechen und abklopfen, ob die Alemannia bereit wäre, sich bei einem anderen Spielort an der fälligen Stadionmiete zu beteiligen. Gestern hatte Alemannias Geschäftsführer Frithjof Kraemer jedoch keine Zeit für die Beecker Delegation – noch nicht mal telefonisch. Für heute ist nun ein Gespräch anberaumt, die Zeit drängt ja auch sehr (siehe Info).

Unabhängig davon brachte in Frankfurt der DFB-Sicherheitsbeauftragte Gerhard Kißlinger drei weitere Spielorte ins Gespräch, die von Beecker Seite zuvor auch schon alle in Erwägung gezogen worden waren: das Grenzlandstadion in Rheydt (Fassungsvermögen 5000), das Paul-Janes-Stadion in Düsseldorf (7000) und das Grotenburg-Stadion in Krefeld (offiziell 34 500). Bei letzterem haben die Beecker bereits bei der Stadt Krefeld vorgefühlt: „Von der Stadionmiete her wäre das machbar“, so Waldhaus.

Eines weiß das Beecker Duo nun aber auch: Ein Heimrechttausch ist nicht möglich. Der war von FC-Seite ohnehin nicht favorisiert, hätte die Sache aber organisatorisch erheblich erleichtert.

Auf allzu große Unterstützung durch den harten Kern der Fans vom „Großen Bruder“ Borussia Mönchengladbach wird Beeck aller Voraussicht nach nicht zählen können – auch wenn die Partie im Borussia-Park stattfinden sollte. „Gerhard Kißlinger hat schon angedeutet, dass Borussias Spiel in Bielefeld und unseres aus Sicherheitsgründen wohl am gleichen Tag stattfinden werden“, so Waldhaus. Viele stimmgewaltige Fohlen-Supporter werden daher in der Bielefelder Schüco-Arena sein und nicht Beeck unterstützen – auch wenn die nach wie vor anhaltende Flut von Einträgen im Gästebuch der FC-Homepage anderes vermuten lässt. Da dreschen Aachener und Mönchengladbacher Anhänger nach wie vor verbal munter aufeinander ein.

Den Verteilerschlüssel bekamen Stroinski und Waldhaus in Frankfurt auch mitgeteilt: Die Einnahmen aus Kartenverkauf und Bandenwerbung werden addiert. Davon wird die zu entrichtende Mehrwertsteuer abgezogen. Von der verbleibenden Summe darf der Gastgeber 15 Prozent als eine Art Unkostenerstattung für sich reklamieren, ehe die Schiedsrichter- und Fahrtkosten abgezogen werden. Die Netto-Einnahme wird dann wie folgt verteilt: je 45 Prozent für die beiden Vereine, zehn Prozent für den Landesverband, dem der Gastgeber angehört – in diesem Fall also der Mittelrhein-Verband.

Quelle: RP

 
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