Tolles Gefühl mit dem Adler auf der Brust
zuletzt aktualisiert: 21.08.2006Am Samstagabend spielte die Weisweiler-Elf, die Traditionsmannschaft Borussia Mönchengladbachs, im Beecker Waldstadion gegen eine QVC-Auswahl. Gestern Morgen rief RP-Mitarbeiter Mario Emonds mal bei Christoph Budde an. Der Erkelenzer ist Organisator und Leiter der Mannschaft.
Morgen Herr Budde! Ausgeschlafen?
Budde Nun ja, ist schon recht spät geworden. Viele der Jungs sind eben auch in der dritten Halbzeit noch richtig gut . . .
Weniger schön war die Resonanz.
Budde Klar hätten wir uns auch mehr Zuschauer gewünscht. Doch das lag ganz einfach am Wetter, da steckt man nicht drin. Der Veranstalter, der QVC-Betriebsrat, hat sich jedenfalls sehr viel Mühe gegeben. Dem kann man keinen Vorwurf machen.
Weil es eine Benefizveranstaltung war, hat die Weisweiler-Elf ohne Gage gespielt. Wie oft machen Sie das?
Budde Etwa die Hälfte unserer gut ein Dutzend Spiele pro Jahr absolvieren wir für einen guten Zweck ohne Antrittsgeld. Mit der anderen Hälfte decken wir unsere Unkosten. Am Jahresende stehen wir dann so ungefähr bei plus minus null. Wegen Geld spielt jedenfalls keiner bei uns mit, es geht einfach um den Spaß.
Die meisten Spieler wohnen ja im Großraum Mönchengladbach. Wer kommt denn von weiter weg?
Budde Es ist in der Tat natürlich günstig, dass so viele hier in der Gegend heimisch sind. Zum festen Kader zählen aber auch Frank Schulz aus Münster, Martin Schneider aus Schweinfurt und Thomas Herbst aus Berlin.
Die Weisweiler-Elf spielt ja in ganz Deutschland. Sie selbst waren mit Friedhelm Frenken vor kurzem aber noch viel weiter unterwegs . . .
Budde Ja, da haben wir mit der DFB-Traditionsmannschaft am Dana-Cup in Dänemark teilgenommen. Dabei waren unter anderem Uli Borowka, Dieter Eilts, Holger Fach, Dixie Dörner und Wolfgang Sidka. Gegen ein sehr junges spanisches Team hatten wir keine Chance und verloren 0:5, doch gegen Frankreich haben wir dann 1:1 gespielt, und da habe ich auch die Vorlage zum Tor von Oliver Freund gegeben. Insgesamt war es schon ein tolles Gefühl, mit dem Adler auf der Brust aufzulaufen. So bin ich auf meine alten Tage noch zum Nationalspieler geworden und habe nun zwei Länderspiele . . .
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