Tischtennis: TV Erkelenz entzaubert Angstgegner Brand
VON HELMUTH WEIDENHAUPT - zuletzt aktualisiert: 31.01.2011In der Verbandsliga setzt der TV 1860 Erkelenz seine Aufholjagd unbeirrt fort. Mit einem klaren 9:4-Sieg wurde Angstgegner DJK Raspo Brand entzaubert und damit punktgenaue Revanche für das 4:9-Hinspieldesaster genommen.
Der Auftakt der Partie freilich schien alte Befürchtungen zu bestätigen. Die beiden ersten Doppel verloren Picken/Koy (1:3 gegen Leisner/Schönau) und Eickels/Hartkopf (1:3 gegen Karmainski/Theuer) relativ glatt, ehe Winkelnkemper/Caspers (3:0 gegen Laschet/Cho) ein wenig Schadensbegrenzung betreiben konnten.
Diverse Mätzchen
Und das Unheil schien sich fortzusetzen. Am Spitzenbrett ließ sich Youngster Lukas Koy von diversen Mätzchen des Brander Routiniers Engelbert Karmainski verunsichern und verlor 1:3. Die Wende leitete wieder mal Frank Picken ein, der sich nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Christof Leisner ins Match zurückkämpfte und seinen Kampfgeist mit einem 17:15 im Entscheidungssatz krönte.
Von da an lief es bei den Gastgebern. Simon Eickels (3:1 gegen Laschet), Oliver Winkelnkemper (3:0 gegen Schönau), Michael Caspers (3:1 gegen Theuer) und Richard Hartkopf (3:1 gegen Cho) sorgten für eine beruhigende 6:3-Halbzeitführung.
Doch noch war das Rennen nicht gelaufen. Im Duell der beiderseitigen Spitzenakteure verlangte Brands TT-Landsknecht Karmainski Picken alles ab. Doch letztlich scheiterte auch er mit 10:12 im fünften Satz am Kampfgeist und der Nervenstärke des Erkelenzer Kapitäns, der damit zum entscheidenden Mann des Spiels wurde.
Der Rest war Formsache. Lukas Koy (3:0 gegen Leisner) und Oliver Winkelnkemper (3:2 gegen Laschet) machten bei einer 1:3-Niederlage von Simon Eickels gegen Schönau den Sack zum 9:4-Sieg (31:21-Sätze) zu. Trotz des erneuten Sieges bleibt der ETV auf dem Relegationsrang neun, hat aber nun engsten Kontakt zum Mittelfeld mit vier Teams, die nur einen oder zwei Zähler besser postiert sind.
TTV verpasst Befreiungsschlag
Einen Befreiungsschlag verpasste Landesligist TTV Hilfarth mit dem 8:8 im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten TTG RS Hoengen. Auf den Positionen 1 bis 3 war Hilfarth dem Gast eindeutig unterlegen und kam nur zu einem Zähler durch Nicolai Lemm gegen Marco Marso. Dafür räumten Eckhard Jahn, Björn Beschoner und Gordon Holländer an den Brettern 4 bis 6 alle möglichen Zähler ab.
Dass es trotzdem nicht zu einem knappen Erfolg reichte, lag an den Doppeln, wo nur Jörg Beschoner/Lemm einmal einlochten. Das Satzverhältnis von 32:31 belegt, dass die Punkteteilung gerecht war. Trotz Tabellenrang sieben muss Hilfarth bei 11:17-Punkten weiter nach unten schielen. Denn die Relegation ist nur zwei Punkte entfernt.
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