Fußball: Viktoria und Union: wohl keine Freunde fürs Leben
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 26.10.2007Der 20. Mai 2007 war kein schöner Tag für Viktoria Katzem. Da verlor der SSV das A-Liga-Spitzenspiel bei der SG Union Würm/Lindern 0:1. Die Partie war nicht nur wegen der Tabellenkonstellation brisant, sondern auch noch wegen des Hinspiels. Da hatte sich Unions Gordon Horvath in einem Zweikampf mit Kai Jöris schwer verletzt – und daraufhin gegen den Katzemer eine Zivilklage angestrengt. Vom Tisch ist die noch immer nicht. Was Katzems Trainer Klaus Hellingrath nicht verstehen kann – wie auch nicht das Würm/Lindener Verhalten nach dem Rückspiel: „Die haben sich da ziemlich danebenbenommen.“
Sonntag sehen sich die Kontrahenten in Würm wieder, denn beide schafften den Aufstieg. Ein bisschen Ärger im Vorfeld gab’s auch nun wieder – beim Termin: „Wegen des Kuckumer Oktoberfests haben wir dreimal bei der SG wegen einer Verlegung auf Samstag angefragt, aber jedes Mal keine Antwort bekommen“, so Hellingrath. Dennoch versichert er, dass es ein „normales Spiel“ sei. Das aus privaten Gründen ohne ihn stattfinden wird, Obmann Dirk Lindenlauf vertritt ihn. Nach dem ersten Heimsieg möchte die Viktoria nachlegen. Fehlen werden Karsten Richter, Sabahattin Alagöz (verletzt) und Andreas Königs (gesperrt).
In die Abstiegsregion erst gar nicht rutschen möchten die Sportfreunde Uevekoven. Die treten beim VfR Linden-Neusen an. „Da wollen wir den ersten Auswärtssieg“, bekräftigt Coach Claus Richter. Die personellen Vorzeichen sind freilich nicht rosig: „Fuzzy“ Schmitz und Daniel Marschalk sind angeschlagen, dazu kommen die Langzeitausfälle von Stammkeeper Markus Scheeres (Bandscheibenvorfall), Patrick Jäger (Leistenbruchoperation) und Frank Zierener (Verdacht auf Kreuzbandriss). Richter: „Soviel Verletzungspech habe ich selten erlebt.“
Weitaus besser dran ist da Arno Hünninghaus. Der Coach des FC Wegberg-Beeck II reist mit der kompletten Belegschaft (plus Rekonvaleszent Andreas Kuffner aus der Ersten) zum SV Rott. „Fußballerisch sind wir sicher besser. Doch gewinnen können wir nur mit der entsprechenden Lauf- und Kampfbereitschaft. Versuchen wir es nur spielerisch, geht das in die Hose – das haben wir ja auch schon erlebt“, mahnt Hünninghaus.
Und schiebt was Grundsätzliches hinterher: „Der Verein hat sich ja in den letzten beiden Rückrunden mit der jeweils massiven Aufrüstung aus der Ersten nicht nur Freunde in der Liga gemacht. Wir arbeiten nun an einem Imagewechsel, wollen das auf keinen Fall noch einmal so praktizieren. Wir wollen nicht mehr von oben beatmet werden.“
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