Wegbeschreibung nach Aachen
VON MARIO EMONDS - zuletzt aktualisiert: 26.09.2006Gestern Abend Auslosung in Hennef: Alle drei „Heinsberger“ haben Heimrecht: Katzem empfängt Westwacht Aachen, Erkelenz den VfR Bachem und Dremmen den SC Kall.
Konzept stimmte nicht
Weil nach dem Ausstieg von NetCologne kein neuer Sponsor gefunden werden konnte, heißt der Cup nun einfach wieder FVM-Pokal. Mit der Krombacher-Brauerei gab es zwar einen Interessenten, doch zum Abschluss ist es nicht gekommen. „Es scheiterte aber nicht an finanziellen, sondern an konzeptionellen Dingen“, so Hans-Josef Geiser, der Pokalspielrunden-Leiter des FVM, gestern Abend gegenüber der RP: „Im nächsten Jahr wollen wir aber wieder einen Sponsor haben.“
Moderator Jan Orth ging in die Vollen: „Das ist der Franz Beckenbauer Südafrikas“, stellte gestern Abend der Beisitzer des FVM-Vorstands (dort zuständig für Öffentlichkeitsarbeit) im Versammlungsraum der kräftig im Umbau befindlichen Sportschule Hennef die Glücksfee vor: Theophilus Khumano, Südafrikas Fußballer des Jahres 1992 und Afrikameister 1996, nahm die Auslosung der Pokalrunde 2006/07 des Mittelrhein-Verbands vor. Der 39-Jährige kam aber natürlich nicht extra dafür vom Schwarzen Kontinent angereist, sondern besucht hier zurzeit ein Trainerseminar – da bot sich der ungewöhnliche Loszieher also an.
Für die Teilnehmer des Fußballkreises Heinsberg hatte er dabei ein glückliches Händchen, denn allen drei loste er für die erste Runde (8. Oktober) ein Heimspiel zu: Kreispokalsieger TuS Rheinland Dremmen bekommt es mit Landesliga-Kollege SC Kall zu tun, Vizepokalsieger Viktoria Katzem trifft auf Westwacht Aachen (Landesliga), und der SC 09 Erkelenz erwartet in einem Bezirksliga-Duell den VfR Bachem. Mit dem VfR hatten es die 09er in den letzten Jahren in der Meisterschaft zu tun. „Mit diesem Los können wir gut leben, Bachem hat uns immer gelegen. Mit einem Sieg könnten wir ein wenig Selbstvertrauen tanken – gerade jetzt, wo es in der Liga nicht so gut für uns läuft“, zeigte sich Coach Peter Moll zufrieden. Sollten die 09er weiterkommen, würde ein richtig attraktiver Gegner warten: Dann würde entweder Oberligist GFC Düren oder Verbandsligist Borussia Freialdenhoven nach Erkelenz kommen. Moll: „Auch das sollte Motivation sein, die zweite Runde zu erreichen.“
Weitaus schlechter stehen da die Chancen für Katzem: Der A-Ligist ist gegen den Verbandsliga-Absteiger Westwacht natürlich in der Außenseiterrolle. Coach Klaus Hellingrath sieht es aber sehr gelassen: „Wie schon beim Kreispokalfinale gegen Dremmen wollen wir uns auch da wieder als freundlicher Gastgeber zeigen. Wir sehen das ganz easy und hoffen wieder auf ein paar Zuschauer mehr. Gut, dass wir nicht einen Heinsberger zugelost bekommen haben und statt dessen was Neues kennenlernen. Westwacht Aachen werden wir jetzt erst mal eine Wegbeschreibung nach Katzem schicken.“ Sollte die Viktoria die Überraschung schaffen, würde voraussichtlich Verbandsligist VfL Rheinbach der nächste Gegner sein.
Die besten Aussichten hat vom heimischen Trio aber sicherlich Dremmen. Sollte der TuS Rheinland den Ligarivalen aus dem Weg räumen, würde er zum Sieger der Partie SV Kohlscheid (B-Liga) gegen GKSC Hürth (Bezirksliga) reisen. Das Viertelfinale sollte für die Elf von Claus Richter also drin sein – und da könnte dann Katzem der Gegner sein . . .
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