Korschenbroich: Bruderschaft will mehr Platz im Bürgerhaus
VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 04.11.2009Korschenbroich (RPO). aldenhoven Schützenversammlungen bis Mitternacht, Lieder proben bis halb elf und Feste feiern mit offenem Ende – all das war im Bürgerhaus Aldenhoven bis jetzt nicht möglich. Um Punkt 22 Uhr musste in der alten Schule Ruhe sein, schließlich wohnten im Obergeschoss Mieter. Schon bald könnte sich die Situation ändern: Die Mieter sind bereits ausgezogen, ihr Vertrag mit der Gemeinde Jüchen, der das Haus gehört, läuft am 31. Oktober aus. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Bedburdyck als Betriebsführer der Räume im Erdgeschoss hat die Gemeinde nun darum gebeten, auch die ab 1. November leerstehenden Zimmer im Obergeschoss umbauen und nutzen zu dürfen.
Es ist noch nichts entschieden
Ob die Bitte fruchtet ist unklar: "Es ist noch nichts entschieden hinsichtlich der Weitervermietung", sagt Gemeindesprecher Norbert Wolf. "Wir werden mit den Bedburdycker Vereinen über die weitere Nutzung sprechen", und zwar "noch dieses Jahr". Die Gemeinde wolle erstmal herausfinden, ob die Vereine überhaupt weitere Räumen bräuchten. Die St. Sebastianus Schützenbruderschaft hat schon einige Ideen dazu, was sich mit dem neu gewonnenen Platz im Bürgerhaus alles anstellen ließe: "Hier sollen für die ortsansässigen Vereine ein Probenraum, eine Damen- und Herrentoilettenanlage, ein Vereinsbüro sowie Lagerräume für vereinseigene Artikel hergerichtet werden", sagt Präsident Detlef Schippschak.
Dachboden ausbauen
Dazu müssten die beiden Dachböden, die sich über den ehemaligen Klassenräumen befänden, ausgebaut werden. Auf der Fläche der bisherigen Küche, des Wohnzimmers und eines Teils des Flurs könne der Probenraum entstehen. Das Schlafzimmer könne zum Vereinsbüro umgebaut werden.
Die Schützen schlagen außerdem vor, den ehemaligen Lehrergarten für die Nutzer der Versammlungsräume zu öffnen. Seit 2001 kümmert sich die Bruderschaft um das Bürgerhaus, das 2006 von einem Pavillon in die alte Schule umgezogen war. Sie übernimmt die Verwaltung, Vermietung, Reinigung und alle Hausmeisterdienste. Detlef Schippschak meint, dass die Übernahme der Mietwohnung nicht nur seinem Verein dienlich sei: "Daran wäre sicherlich auch den übrigen Nutzern des Bürgerhauses sehr gelegen", sagt er.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum


