Korschenbroich: Feuerwehr-Krach ohne Ende: Thoren abgelehnt
VON ULRICH M. SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 31.08.2006Korschenbroich (RPO). Neuer Wehrleiter, aber kein neues Glück für Günter Thoren: Seine Wiederaufnahme in die Freiwillige Feuerwehr, für die er seit 2004 gerichtlich kämpft, hat jetzt auch der kommissarische Chef Frank Hoffmann abgelehnt. Begründung: Die Rückkehr würde die Kameradschaft beschädigen und die Einsatzfähigkeit der Wehr gefährden; es drohten Einsatzverweigerungen und Austritte. Thoren setzt den juristischen Streit fort.
Eine Passage des Bescheids regt ihn besonders auf: Darin formuliert Hoffmann die Furcht von Feuerwehrleuten davor, durch Thoren im Einsatz unter Überwachung zu stehen. „Heißt das, die wollen lieber ungestört Fehler machen?“, fragt er sarkastisch. Grotesk findet er zudem, dass Hoffmann sich auf seine Fürsorgepflicht beruft mit dem Hinweis: Es sei nicht auszuschließen, dass der Drohbriefschreiber vom Dezember 2000 nicht doch noch handgreiflich werde. Thoren war nach dem Feuerwehrunfall 2000 aus der Wehr ausgetreten, weil er die Aufklärung und Aufarbeitung der Vorfälle für unzureichend hielt. Ein infamer Drohbrief hatte ihn bestärkt. Seit der Gerichtsverhandlung 2001 sieht er die Basis für eine Rückkehr gegeben.
Hoffmanns Begründung basiert auf seiner Befragung aller Einheiten und bedeckt acht Seiten, die Thorens Rechtsanwalt Jörg Burmann für Makulatur hält. „Das Verwaltungsgericht hat schon im Januar angedeutet, dass die Meinung der Wehr keine Bedeutung hat“, sagte Burmann gestern. Mit der drohenden Niederlage vor Augen, hatte die Stadt damals die von Hermann Knabben stammende Ablehnung zurückgezogen und Hoffmann zur Überprüfung gegeben. „Aber verändert hat sich fast nichts“, moniert Thoren, „wenn das Rechtsamt der Stadt nichts Besseres hinkriegt, als so ein aufgewärmtes Werk, dann kann man es auch auflösen.“
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