Korschenbroich: Flächentausch hilft Stadt und Kirche
zuletzt aktualisiert: 10.05.2007Korschenbroich (RPO). Die Kirchengemeinde St. Andreas Korschenbroich und die Stadt sind an einem Grundstückstausch interessiert. Für die Pfarre würde sich dadurch das Areal des alten Pfarrhauses am Kirchplatz vergrößern, wovon sie sich bessere Vermarktungschancen verspricht. Die bisherigen Projektideen der Gemeinde für ihr altes Pfarrhaus erschienen dem Bistum Aachen nicht lukrativ genug. Bürgermeister Heinz Josef Dick bestätigte gestern den Kontakt zwischen Stadt und St. Andreas.
Auf der Fläche, die im Gegenzug die Pfarre der Stadt anbietet, könnte ein Fußweg vom Kirchplatz zum Gymnasium entstehen. Die Stadtverwaltung, falls sie in frei werdende Schultrakte einzieht, wäre darüber gut zu erreichen. Schulräume, die wegen sinkender Geburtenzahlen in Zukunft nicht mehr benötigt werden, sind ein Baustein in Dicks Überlegungen zu einem zentralen Rathaus. Wobei er beteuert: „Wir wollen das Gymnasium natürlich nicht einengen, sondern nur freie Kapazitäten nutzen. Der hohe pädagogische Wert der Schule würde nicht geschmälert.“ Der Bürgermeister steht in Gesprächen mit der Schulleitung. Ergebnisse daraus will er bis zum Herbst der Politik vorlegen.
Zugleich wird er seine Empfehlungen abgeben, wie die Zentralisation der verstreuten Verwaltungsteile ablaufen und finanziert werden soll. „Wenn wir Trakte des Gymnasiums einbeziehen, brauchen wir nicht mehr über ein PPP-Projekt nachzudenken“, sagte Dick. PPP heißt, ein privater Investor würde bauen und die Stadt als Mieter auftreten. Diese Option kommt allerdings in Frage, wenn das bestehende Rathaus zur Sebastianusstraße wächst. Auf jeden Fall geht Dick von einer schrittweisen Angliederung der Verwaltungsstellen an das bestehende Rathaus aus.
Die Kirchengemeinde St. Andreas wollte ihr marodes altes Pfarrhaus, in dem Pastor Dörges bis zu seinem Tod lebte, längst sanieren und vermieten. Aus Sicht des Bistums Aachen stehen zu hohe Investitionskosten jedoch zu niedrigen Mieteinnahmen gegenüber. Ein erweitertes Grundstück hinter dem Pfarrhaus erschlösse der Gemeinde neue Möglichkeiten für eine wirtschaftlichere Vermarktung. Projektideen bestehen offenbar bereits in den Pfarrgremien, sind aber noch nicht zur Spruchreife gelangt.
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