Korschenbroich: Hauptschule soll integrativ werden
zuletzt aktualisiert: 18.02.2010Korschenbroich (RPO). Fünf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nimmt die Gemeinschaftshauptschule Korschenbroich nach den Sommerferien auf. Sie werden mit den anderen Schülern in der einzigen angedachten fünften Klasse unterrichtet. Der Rat der Stadt hat der Schule jetzt genehmigt, solch eine integrative Lerngruppe einzurichten. Doch nicht jedes förderbedürftige Kind hat die Chance auf einen Platz: Es muss vorher eine integrative Lerngruppe in einer Grundschule besucht haben.
"Wir nehmen fünf Schüler mit Lernbehinderung auf", sagt Rektor Dieter Roland. Wenn es an der Schule noch eine zweite fünfte Klasse mit weiteren fünf Plätzen geben würde, hätte er noch einen zweiten Schwerpunkt dazu genommen. Es sei möglich, dass ohne die förderbedürftigen Kinder wegen zu wenig Anmeldungen gar keine fünfte Klasse hätte gebildet werden können, erzählt Roland.
Sie sollen je nach Bedarf mit den anderen Schülern im Klassenverband oder in ihrer Kleingruppe lernen. Eine Hauptschullehrerin und eine Sonderpädagogin werden die Klasse betreuen. "Das besondere an dem Konzept ist, dass sie auch zusammen Stunden halten. Dann kümmert sich die Sonderpädagogin um die Förderschüler und unsere Lehrerin um die anderen", sagt der Rektor. Noten bekommen die fünf Kinder zwar nicht, doch sie können den Hauptschulabschluss machen, den es auch an Förderschulen gibt.
"Unser Ziel ist es, sie im Laufe der Jahre ganz in den normalen Unterricht zu integrieren", sagt Roland. Er sieht in dem Projekt Vorteile für alle Kinder: Die fünf Schüler würden mit einem System konfrontiert, das sich sehr von dem einer Förderschule unterscheide und leistungsorientierter sei. Die anderen Schüler lernten, mit förderbedürftigen Kindern umzugehen.
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