Korschenbroich: Heveling leitet Förderverein des Museums
VON ANGELA WILMS-ADRIANS - zuletzt aktualisiert: 04.02.2010Korschenbroich (RPO). Ansgar Heveling ist neuer Vorsitzender des Fördervereins Alter Bahnhof Heimatmuseum. Auch wenn der CDU-Bundestagsabgeordnete inzwischen viel in Berlin zu tun hat – der Kulturbahnhof Korschenbroich ist ihm eine Herzensangelegenheit geblieben.
Heveling wurde bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins jetzt einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Ebenso eindeutig fiel die Wahl seines neuen Stellvertreters Peter Josef Stefes aus. Der ehemalige Kulturamtsleiter ist der Nachfolger von Karl Reichartz, der das Heimatmuseum einst maßgeblich mit aufbaute. Reichartz tritt aus Altersgründen zurück, will aber "weiter dahinter stehen und kritisch begleiten".
Heveling betrachtet die Neuwahlen als Beginn eines Prozesses. Wegen der Verflechtung der Aufgaben von Heimat- und Förderverein müssten beider Vorstände gemeinsam sehen, wie Aufgabenverteilung und Organisation in Zukunft zu regeln seien. Im Spätsommer und Frühherbst hatten Turbulenzen um nicht eindeutig geklärte Zuständigkeiten das Miteinander von Förderverein, Museumsleitung und Heimatverein aufgemischt. Die frühere Fördervereinsvorsitzende Barbara Romann legte wegen der Unstimmigkeiten im September 2009 ihr Amt nieder.
Der neue Vorsitzende erkennt im Engagement aller Beteiligten viel "Herzblut". Er will nun in Gesprächen mit dem am Freitag neu zu wählenden Vorstand des Heimatvereins "alles auf saubere Füße stellen" und Strukturen suchen, "damit das Haus lebendig bleibt und weiter wächst". Heveling vertritt den Standpunkt, dass "die Finanzen und die inhaltliche Verantwortung möglichst in einer Hand liegen" sollten. Der Bundestagsabgeordnete ist überzeugt, dass sich das neue Amt mit seinem politischen Mandat vereinbaren lässt, da er sich im Wechsel jeweils eine Woche in Berlin und eine Woche in Korschenbroich aufhalte.
Abgesehen von den Unstimmigkeiten war 2009 für den Förderverein ein gutes Jahr. Beim Rückblick bilanzierten "Pejo" Stefes und Museumsleiterin Dr. Rita Mielke eine "Erfolgsgeschichte" mit elf Ausstellungen, attraktivem Rahmenprogramm und deutlich gestiegenen Besucherzahlen. Für das laufende Jahr sind acht Ausstellungen geplant. Mielke versprach den Kurs beizubehalten, "immer mal andere Zielgruppen anzusprechen".
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