Korschenbroich: Image-Kampagne für Jugend
VON ULRICH M. SCHWENK - zuletzt aktualisiert: 25.06.2008Korschenbroich (RPO). Im August werden eine Woche lang die Vorzüge und Verdienste der Jugendlichen in Korschenbroich, Jüchen und Rommerskirchen beworben. Die Aktion „Jugend aktiv“ soll beweisen, dass Randalierer im Abseits stehen.
Jugendarbeit
Korschenbroich
Jugendring 13 Verbände
Jugendheime 10
Hauptamtliche Leiter 3
Ehrenamtler in der Kinder- und Jugendarbeit circa 250 bis 300
Jüchen
Jugendring 15 Verbände
Jugendheime 10
Hauptamtliche Leiter 2
Ehrenamtler in der Kinder- und Jugendarbeit circa 150 bis 200
Korschenbroich/Jüchen Der amtlichen Schätzung nach zählt Yannick Weber (18) zu einer 98-prozentigen Mehrheit. Nämlich zu jenen Jugendlichen in Korschenbroich und Jüchen, die nicht randalieren, saufen oder schmieren. Sondern die sich ordentlich und ruhig verhalten und von denen etliche im Stillen sogar der Gemeinschaft dienen.
Yannick Weber zum Beispiel ist Ehrenamtler im evangelischen Jugendheim „Klärwerk“ in Korschenbroich. Und er wirkt mit an dem Projekt „Jugend aktiv“, das im August eine ganze Aktions-Woche einnehmen wird. Es geht um eine Image-Kampagne. Sie soll helfen, den beschädigten Ruf der Jugend zu heilen, in dem ihre Qualitäten und wertvollen Beiträge zum gesellschaftlichen Leben eine gebührende Anerkennung erfahren.
„Wir dürfen nicht zulassen, dass eine Hand voll gemeiner Wesen die Oberhand gewinnt“, sagte Jugendamtsleiter Norbert Dierselhuis, als die Kampagne gestern vorgestellt wurde. Von ihm stammt auch diese Zahl: „Bei den Jugendlichen, die uns Probleme machen, reden wir nur von höchstens zwei Prozent.“
Auftakt in Korschenbroich
Das Kreisjugendamt hat das Projekt initiiert. Die Stadt Korschenbroich sowie die Gemeinden Jüchen und Rommerskirchen kooperieren nur zu gerne. Die Auftaktveranstaltung am 22. August wird zentral in Korschenbroich stattfinden. Inhalt: Fachvortrag, Podiumsdiskussion, Fotoausstellung, Präsentation des Projekts und mehr. Es nehmen teil: Jugendliche, Eltern, Politiker, Behördenvertreter, etc. Bis zum 31. August schließen sich individuelle Programme in den drei Kommunen an. Beispiele: Graffiti-Ausstellung, Konzerte, Aktionen der Jugendheime, Stadtrallye, Feten; Plakate, die junge Ehrenamtler zeigen, werden aufgehängt.
Eine zentrale Idee des Projektes: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen gestalten es maßgeblich mit. Das hat schon begonnen mit der Entwicklung eines Logos, eines Plakats und einer Homepage. Dies sind die Ehrenamtler, die mit der Agentur „Lockstoff“ in den kreativen Prozess einstiegen: Yannick Weber (18 Jahre), Nicolas Milte (15), Robert Clev (15), Torben Stock (15), Niklas Oedinger (14), Kevin Heller (15), Sascha Weissig (15), Jana Moeschke (15), Nils Brügge (15), Fabian Belau (15), Leonie Onkelbach (15), Michael Cremer (15), Sebastian Heidler (14).
Drei von ihnen werden die Homepage betreuten. Darunter Yannick Weber. Im Jugendheim „Klärwerk“ betreut er Gruppen und fotografiert bei Veranstaltungen. „Es macht mir Spaß, mich mit Jugendlichen zu beschäftigung. Ich lerne gerne neue Leute kennen“, sagt er. Und will am Ball bleiben.
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