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Kleinenbroich: In den Ferien Teebeutel durch die Schule werfen

VON NADINE FISCHER - zuletzt aktualisiert: 01.08.2011

Kleinenbroich (RP). Für Tim (11) und Yannick (10) beginnt nach den Sommerferien ein neuer Lebensabschnitt. Die Grundschule haben sie hinter sich gelassen, ab September besuchen sie die Gemeinschaftshauptschule Korschenbroich. Tim in der Klasse 5 b, Yannick in der 5 a. Jetzt nutzen die Jungen schon mal die Gelegenheit, sich ihre neue Schule genauer anzuschauen: Yannick und Tim gehörten zu den 45 Kindern, die dort fünf Tage lang an der Ferienaktion "Spiel, Sport und Spaß" teilnahmen. Jeweils von 10 bis 14 Uhr werkelten die Kinder im Foyer der Schule an Laubsägearbeiten, flochten Freundschaftsbänder oder flitzten mit ihren roten Kettcars herum. Mittags machten sie gemeinsam Essen – zum Beispiel Hot Dogs.

Neue Freunde finden

"Ich mache hier mit, weil ich Kinder aus meiner neuen Schule kennenlernen möchte", erzählte Tim. "Ich habe hier schon einen neuen besten Freund gefunden", ergänzte der Elfjährige. Auch Yannick hat Kontakte geknüpft und außerdem nachgeschaut, wo sein neuer Klassenraum ist. "Ich schätze, 50 Prozent der Teilnehmer sind Schüler der Hauptschule", sagte Michael Hackling, Sozialpädagoge des Jugendamtes. Gemeinsam mit der Schule organisierte die Behörde die Ferienfreizeit, die sich ganz allgemein an Zehn- bis 14-Jährige richtete. Betreut wurden die Kinder von neun Jugendlichen – einige davon besuchen selbst die neunte Klasse der Hauptschule.

In Gruppen aufgeteilt durchliefen die Kinder das Programm, sägten Herzen aus, knüpften Lederbänder, traten bei der Ferienolympiade in Disziplinen wie dem Teebeutelweitwurf gegeneinander an, sangen Karaoke und machten eine Dorfrallye. "Wie alt ist der älteste Bewohner im Haus Tabita?", mussten sie dabei unter anderem im nahe gelegenen Seniorenheim herausfinden. "Das macht Spaß hier", meinte Yannick. Am besten gefielen Tim und ihm weder die Sägearbeiten, noch die Olympiade – stattdessen bretterten die Jungen besonders gerne mit dem Kettcar und dem Raveboard, einer Art Skateboard mit zwei Reifen, durch das Foyer der Schule.

Wenn das Schuljahr im September beginnt, werden die Jungen die Eingangshalle dann wohl nur noch zu Fuß durchqueren dürfen.

Quelle: RP


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