Korschenbroich: Jüchen rockt für Kambodscha
VON RITA ROMMERSKIRCHEN - zuletzt aktualisiert: 01.03.2010Korschenbroich (RPO). Jennifer Glindemann hat den Verein "Kinderhilfe in Kambodscha" mitgegründet. Jetzt organisierte sie ein Rockkonzert. Mehrere Bands traten ohne Gage auf. Rund 4200 Euro Einnahme sind für Kinderprojekte bestimmt.
Das "Redhot" in Jüchen ist gut besucht, vor der Bühne herrscht reges Treiben, und auf der Bühne sorgt die Band "Sunday Minds" dafür, dass die Stimmung beim Publikum gut bleibt. Was im ersten Moment wie ein ganz normales Konzert aussieht, hat noch eine andere Aufgabe: Jüchen rockt für Kinder in Kambodscha, so steht es auf einem Banner auf der Bühne.
" Die Bands haben sich bereit erklärt, ohne Gage zu spielen, und auch sonst haben wir sehr viel Unterstützung aus der Gegend erfahren", sagt Jennifer Glindemann. Vor rund einem Jahr gründete die Jüchenerin zusammen mit Andre Struve und Robert Engels den Verein "Kinderhilfe in Kambodscha".
Benefizkonzert
Spenden Rund 320 Karten sind für das Benefizkonzert verkauft worden. Da die Einnahmen des Kartenverkaufs zu 100 Prozent an den Verein gehen können, kamen rund 4200 Euro zusammen.
Info Mehr zum Verein "Kinderhilfe und Kambodscha e.V." gibt es im Internet auf www.kinderhilfe-in-kamboscha.de
Ein Netzwerk
"Wir haben uns überlegt, was wir machen können, um Spenden für den Verein zu sammeln", erzählt die Mutter von zwei Kindern. Und da sie einmal bei Polo in Jüchen gearbeitet hat, war der Kontakt zum "Redhot" schnell hergestellt. Auch die Jüchener Bands "Sunday Minds", "Freeze Dried Rockers" und die Gladbacher Band "Fandango" waren sofort bereit, umsonst aufzutreten. Flyer wurden von Polo gedruckt, die Techniker arbeiteten umsonst, "das war wie ein kleines Netzwerk, das sich hier aufgebaut hat", sagt Glindemann.
Das Geld, das durch die Einnahmen aus dem Kartenverkauf zusammenkommt, wird dringend gebraucht. "Zum einen können wir durch die Spenden die monatliche Grundversorgung abdecken. Wenn das geschafft ist, können weitere Projekte wie die Erweiterung der Kinderbetreuungsstätte realisiert werden", sagt Robert Engels.
Für ihn ist es etwas Besonderes, wenn er die Kinderbetreuungsstätte in Boeng Chhuk besucht, in der zur Zeit 17 Kinder leben, die zum Teil keine eigenen Familien mehr haben oder Halbwaisen sind. "Auch wenn das nur ein kleiner Teil ist, den wir zur Verbesserung der Lebenssituation dieser Kinder beitragen können, kann so etwas wie eine Patenschaft schon ihr Leben verändern", erzählt Robert Engels.
Und auch die Besucher im "Redhot" finden die Idee eines solchen Benefizkonzertes gut. "Das ist eine gute Sache. Man kann nicht nur gute Musik hören, die jung und alt unterhält, sondern auch etwas für die Kinder in Kambodscha tun", sagt Dagmar Wagner. Eine Diashow mit Bildern aus Kambodscha zeigt dem Publikum zudem, wohin die Spendengelder fließen. "Wir sind dankbar, dass ihr heute Abend alle gekommen seid und uns unterstützt", bedankt sich Glindemann beim Publikum.
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