Korschenbroich: Kein Geld für Kunstrasenplatz
VON HOLGER HINTZEN - zuletzt aktualisiert: 28.01.2010Korschenbroich (RPO). Die Stadt Korschenbroich kann angesichts leerer Kassen und eines Rekorddefizits den Neersbroicher Sportfreunden keine Zuschüsse für einen neu anzulegenden Kunstrasenplatz geben. Darin waren sich in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses sämtliche Fraktionen einig. "Der Verein leistet unverzichtbare Arbeit."
Aber so leid es uns tut: Es gibt keinen Handlungsspielraum, das nachvollziehbare Ansinnen aus Mitteln des Haushaltes zu unterstützen", eröffnete CDU-Fraktionschef Marc Venten einen Reigen ähnlich lautender Stellungnahmen. Bürgermeister Heinz-Josef Dick und Grünen-Fraktionschef Wolfgang Houben dämpften zudem mögliche Hoffnungen, die Stadt könne vielleicht im nächsten Jahr dem Club unter die Arme greifen. "Ich sehe keinen Silberstreif am Horizont", meinte Dick.
Die Sportfreunde klagen schon seit längerem über die mangelnde Qualität ihres Naturrasens und über Spiele, die deshalb ausfallen mussten. In einem Brief an den Bürgermeister sprachen sie im Dezember von zunehmenden "motivationalen Problemen bei Spielern, Betreuern und Trainern" aufgrund unzureichender Trainingsmöglichkeiten. Diese Bitte des Vereins fällt allerdings in eine Zeit, in der die Stadt in einem riesigen Finanzloch steckt. Dieses Jahr fehlen ihr 13 Millionen Euro, in den kommenden drei Jahren werden es jeweils zwischen 9,5 Millionen und 7,5 Millionen Euro sein.
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