Jüchen: Kirchenchöre werden eins
VON KARIN VERHOEVEN - zuletzt aktualisiert: 09.05.2007Jüchen (RPO). Die Fusion der beiden Kirchenchöre von St. Simon und Thaddäus Otzenrath und St. Pantaleon Hochneukirch ist beschlossene Sache. Am Montagabend wurde während einer Generalversammlung der Chöre eine „Vereinbarung zur Bildung einer Chorgemeinschaft“ einstimmig verabschiedet.
Am Sonntag, 13. Mai, soll nun nach der um 11.15 Uhr beginnenden Messe in St. Pantaleon die Vereinbarung von den beiden Vorsitzenden Christel Rippen und Theo Schwieren sowie Pfarrer Hans-Peter Jeandrée unterzeichnet werden. Auch die Chormitglieder möchten sich als Zeichen ihrer Solidarität zu diesem Beschluss eintragen. „Die Idee hatte es schon länger gegeben – und seit dem Dekanatssingen in Hochneukirch im Jahr 2006 haben wir bereits zusammen gesungen“, erläutert die Hochneukircher Vorsitzende Rippen. Zunächst hätten beide Chöre zwar noch auf Eigenständigkeit gedrungen. Aber alles sei ideal, denn: „Stimmlich hat Otzenrath viele Männer und wir haben gute Frauen.“
Aktuell sind in der Chorgemeinschaft fast 45 Sänger, die inzwischen sehr gut miteinander auskommen. Organist und Chorleiter ist Wilhelm Junker (45), der den Kirchenchor von St. Pantaleon bereits seit 1988 betreut. Er hatte vertretungsweise bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Otzenrather Kirchenchor gearbeitet und ist erfreut über die Entwicklung der Dinge, denn: „Der Kirchenchor von Otzenrath hatte keinen regelmäßigen Chorbetrieb mehr bedingt durch die jahrelangen Probleme der Umsiedlung.“ Zusätzlich sei die Altersstruktur in beiden Chören problematisch.
„Jetzt klingt der Gesang viel voller und besser,“ meint Junker. Im Moment haben die Chöre altbekannte Stücke, auf die zurückgegriffen werden kann. Aber man arbeitet bereits an einem gemeinsamen Repertoire. Auf die unsichere Lage der Kirchenchöre im Raum Korschenbroich angesprochen sagt Wilhelm Junker: „Das Bistum Aachen hat anders als Köln kein Konzept – aber die Kirchenmusik von Otzenrath/Hochneukirch steht im Moment nicht zur Disposition.“ Doch müsse sinnvollerweise rechtzeitig an einer Lösung gearbeitet werden, mittelfristig eine gesunde Basis zu finden.
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